Donnersbergkreis Smartboards für Grundschulen

Die drei Grundschulen in der VG Winnweiler werden zum Gesamtpreis von 77.000 Euro mit 22 Smartboards ausgestattet. Das hat der Verbandsgemeinderat bei einer Enthaltung beschlossen.
Den Auftrag erhält nach einer europaweiten Ausschreibung durch das rheinland-pfälzische Kultusministerium eine Firma aus Bad Kreuznach. Beschlossen hat der Rat außerdem für 7000 Euro die Anschaffung je eines weiteren Smartboards für die Feuerwehr und das Rathaus. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses hatten sich bei einem Vortrag in der Grundschule Münchweiler von Einsatzmöglichkeiten im Unterricht überzeugt und sich zudem über die Geräte selbst informiert. Dabei sei deutlich geworden, dass der Einsatz von Smartboards in Schulen sehr beliebt ist. Ergänzend hatte die Verwaltung zu einem Besuch bei der Herstellerfirma eingeladen, an dem etliche Ratsmitglieder teilgenommen haben. Reiner Merz (Bündnis 90/Die Grünen; Imsbach) bemängelte, die Vorbereitungen zu diesem Tagesordnungspunkt seien nicht optimal gelaufen. Lehrkräfte, die im Vorfeld die Smartboards kritisiert hätten, seien leider bei den Besprechungen nicht dabei gewesen, um ihre Meinung zu äußern. Auf keinen Fall dürften die teuren Geräte im Schulkeller vermodern, warnte Merz. Deshalb werde er sich bei der Abstimmung enthalten. Bürgermeister Rudolf Jacob (CDU) wies die Kritik zurück. Er erläuterte nochmals den Werdegang und verwies auf die Einbindung sowohl der Schulleitungen als auch der Lehrkräfte. In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses sei deutlich geworden, dass alle Lehrer damit arbeiten wollten, ergänzte FDP-Ratsmitglied Heiko Pfannenstein (Alsenbrück-Langmeil). Mit dem Einsatz der Geräte mache man einen Schritt in Richtung Chancengleichheit, betonte Christopher Ströhla (CDU). Diese Gelegenheit sollte man nutzen. Smartboards böten ganz andere Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung, sagte Christa Mayer (SPD; Winnweiler). Sie empfahl deshalb, der Anschaffung zuzustimmen. (mwl)