Donnersbergkreis Silber im Pfalzpokal zum Saisonabschluss

Winnweiler. Die Saison 2013/14 war eine gute. Ganz oben mitgemischt hat der junge TTC Winnweiler nie, mit überraschenden Ergebnissen schockte und foppte er aber die Großen der 1. Pfalzliga. Seit Samstag ist die Runde noch ein Stückchen besser: Im „Final Four“ des Frauen-Pfalzpokals kämpfte sich der TTC ins Endspiel, roch an der Sensation. Erst eine Lehrstunde des Meisters stoppte ihn.
„Mit einem ganz tollen Tag und ganz viel Glück wäre vielleicht mehr drin gewesen – sonst aber nicht. Wir hatten ja mit dem Los schon Glück.“ Angela Radetz zeigte weder Verbitterung noch Ärger. Ehrlich gesagt: Einen Grund dazu hatte sie auch nicht. Natürlich sind Finalniederlagen oft die schmerzhaftesten, so kurz vor dem großen Coup gestürzt zu werden. Der TTC Winnweiler kann es jedoch verkraften. In der Pfalzpokal-Endrunde in Rheinzabern verlor das Trio zum Abschluss mit 1:4 und holte Silber. Gegner im Endspiel war die TSG Kaiserslautern – der überragende Pfalzliga-Meister, in 22 Partien mit nur einer Pleite bei der TSG Zellertal. Nachdem sich der TTC im Halbfinale gegen den TTV Edenkoben mit 4:1 durchsetzte, war das Ende abzusehen. In der abgelaufenen Saison war er gegen die TSG bereits chancenlos: Erst setzte es ein 1:8, dann, in der starken Winnweilerer Rückrunde, noch mal ein 3:8. Und dennoch: Wer weiß, wie es ausgegangen wäre, hätten Katharina Dinges und Marcella Franck ihr Doppel zugemacht? Wäre das Unmögliche plötzlich machbar gewesen? Der TTC lag insgesamt mit 1:2 zurück, das Top-Doppel Franck/Dinges führte gegen Janine Jansen und Tanja Schultz aber im fünften Satz. Es verspielte den Vorsprung. 2:3. Während Franck danach schon mit 2:1 gegen Nina Klug auf der Siegerstraße war, machte Jansens 3:0 über Dinges das 4:1 klar. Das Doppel hätte nur in die andere Richtung kippen müssen – ein 3:3 war möglich, Radetz hätte gegen Schultz Matchball gehabt. „Man weiß nicht, ob Marcella und ich gewonnen hätten. Auf jeden Fall haben wir es spannend gemacht“, war Radetz mit ihrem TTC zufrieden. Eine passable Runde haben sich die Winnweilerinnen versüßt. „Ein, zwei Plätze hätten wir mehr rausholen können, aber das ist ja nicht wichtig“, so Radetz. Nächste Saison ist weit mehr drin als ein durchwachsener achter Rang. (ppp)