Donnersbergkreis Sieg in Rekordzeit

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Höringen. Das Duell der Pokal-Riesen entpuppte sich als öder Blindgänger: Eine Woche nach dem 9:7-Krimi gegen den TTV Siegelbach schoss Bezirksligist ASV Höringen ihn im Viertelfinale mit 4:0 ab – weil der TTV die Partie herschenkte. Nur zwei Mann bot er auf, das Doppel überließ er dem ASV kampflos. Kurios. Den Höringern ins Final-Four folgt ein TuS Gerbach, der sich durch die Partie gegen den SV Katzweiler zitterte. Endstation ist für den TTC Börrstadt.

ASV Höringen – TTV Siegelbach 4:0.

Martin Seib und Florian Haag spielten, gewannen mühelos 3:0 – und alles war vorbei. Blitzschnell. Zwei Einzel in weniger als einer halben Stunde. Das Treffen der eigentlich schlagkräftigsten Pokal-Teams wurde zur Farce. Was war da denn los? „Ich bin erst ein bisschen später in die Halle gekommen. Da war das mit den Aufstellungen schon gelaufen“, sagte Haag und wollte zum Siegelbacher Dilemma keine Stellung nehmen. Fakt ist: Der ASV hatte das Pokalspiel in der Vorwoche verlegen wollen, Siegelbach fand keinen Termin, wollte alles aufbieten. Haag ließ deswegen am Samstag eine Weihnachtsfeier sausen. Alles für ein Weiterkommen. Dann stellte der TTV aber nur Kai Andes und Boris Rakoci. Punkte-Held Marcello Mühlemann war nicht dabei, Nummer drei Sascha Schwager, so Haag, zwar in der Halle – er ließ sich jedoch später nicht auf den Bogen schreiben und ging. Wodurch das erste Einzel ohne einen Ball auf dem ASV-Konto landete. Schnell stand es 0:3, der TTV schenkte schließlich, ob der aussichtslosen Lage, das Doppel. „Wir haben relativ vernünftig gespielt, nicht, dass da doch was anbrennt. Klar war es für Siegelbach schwierig. Zu zweit ist es im Pokal ja fast schon zu Ende, bevor es anfängt“, erklärte Haag. Spitze Marcel Dohmen kam als Nummer eins gar nicht zum Einsatz. Erwartet hatten alle einen harten Kampf. Das 4:0 trägt einen bitteren Beigeschmack – die Schuld liegt nicht beim ASV.Punkte ASV: Dohmen (kampflos), Haag, Seib, Dohmen/Haag (kampflos). SV Katzweiler – TuS Gerbach 3:4. Das TuS-Trio, mäkelte Oliver Koch im Nachgang, hätte es leichter haben können. Ja, leichter haben müssen. Aber: Noch vor dem ersten Ballwechsel unterlief den Gerbachern ein klitzekleiner, taktischer Fauxpas. „Wir haben falsch aufgestellt“, meinte Koch. „Es wäre besser gewesen, wenn Timo auf drei gespielt hätte.“ Tat er nicht. Stattdessen stand Timo Lamb auf Position zwei – und „durfte“ sofort gegen Katzweilers Giganten Mario Krieg ran. Lamb verlor 1:3. Nach der ersten Einzelrunde – nur Koch bezwang Uwe Fritzinger – lag der TuS 1:2 hinten. Der offene Schlagabtausch endete im finalen siebten Einzel. Und die Gerbacher wackelten. Satz fünf, Clemens Bieger gegen Fritzinger – Bieger behielt die Nerven. 11:3. „Die waren sehr unangenehm“, sagte Koch im Hinblick auf das Spiel des Bezirksklasse-Vorletzten. Gerbach steht im Final-Four. „Jetzt kommt es aufs Losglück an“, weiß Koch. Sein TuS ist einer von zwei Underdogs.Punkte TuS: Koch (2), Koch/Lamb, Lamb, Bieger.TuS Hirschhorn – TTC Börrstadt 4:0. Alles, was den aufstrebenden TTC die vergangenen Wochen stark gemacht hatte, verließ ihn. Chancen hatte sich Rolf Binovec ausgerechnet. Enttäuscht wurden die Hoffnungen. „Das Spiel ist komplett an uns vorbeigelaufen. Als hätten wir den Halleneingang nicht gefunden“, blies das Börrstadter Zugpferd Trübsal. Binovec unterlag Mathias Nonnengart 1:3. Michael Steinbrecher fand gegen Thorsten Häußler nie in sein Spiel, machte in drei Sätzen magere neun Punkte. Hans-Jürgen Fromkorth quälte sich gegen Daniel Bohnert über fünf Sätze – um 11:13 zu verlieren. „Am Ergebnis gibt es nichts zu rütteln. Steini hatte nicht seinen besten Tag, ich hatte mir auch mehr versprochen. Im Doppel hat dann der letzte Biss gefehlt“, war Binovec bedient. Er bilanzierte: Keiner sei in der Lage gewesen, „das Spiel herumzureißen“. (ppp) Info Angesetzt sind die Bezirkspokalendspiele für den 5. März. Neben dem ASV Höringen, dem TuS Gerbach und dem TuS Hirschhorn hat sich auch der TV Alsenborn qualifiziert. Ein Ausrichter steht noch nicht fest.

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