Donnersbergkreis SG Finkenbach und SG Alsenztal ziehen in vierte Fußball-Verbandspokalrunde ein

Finkenbachs Steven Huff (links) und Jens Eich (rechts daneben) sind zur Stelle, während der Gundersweilerer Christoph Wasem (rot
Finkenbachs Steven Huff (links) und Jens Eich (rechts daneben) sind zur Stelle, während der Gundersweilerer Christoph Wasem (rotes Trikot) versucht, an Nils Raab vorbeizukommen.

Der Pokalschreck hat zum dritten Mal zugeschlagen: A-Klasse Aufsteiger SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg besiegte am Mittwochabend vor über 200 Zuschauern Bezirksliga-Neuling SV Gundersweiler in einer spektakulären Partie mit 4:3 (1:1) und steht in der vierten Runde des Verbandspokals. Nach Rockenhausen und Steinbach eliminierte die Mannschaft von Trainer Alexander Raab in Gundersweiler den dritten Bezirksligisten und darf in Runde vier auf ein großes Los hoffen. Neben den Ober- und Regionalligisten stößt dort nämlich auch Zweitliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern dazu. „Wer hätte damit gerechnet, dass wir es so weit schaffen? Jetzt kann der FCK kommen“, sagte SG-Spielleiter Klaus Schneider mit leuchtenden Augen kurz nach Ende des packenden Pokalderbys. Gundersweilers Bastian Steer hatte die Gäste zunächst in Führung gebracht (22.), den verdienten Ausgleichstreffer erzielte Jens Eich (31.), der in der 50. Minute das 2:1 nachlegte. Nach Ausgleich durch Jochen Greß (59.) erhöhte Steffen Werrmann auf 3:2 für Finkenbach. Fabio Destro glich erneut aus (67.), doch Stefan Fisch verwandelte einen Foulelfmeter zum 4:3-Siegtreffer.

Alsenztal bezwingt Eintracht Bad Kreuznach



Spannender hätte es Bezirksligist SG Alsenztal kaum machen können. Im Duell gegen Verbandsligist SG Eintracht Bad Kreuznach – Ex-Klub des Alsenztaler Spielertrainers Adrian Simioanca und von Neuzugang Alexandru Baltateanu – stand es kurz vor Schluss 1:1. Baltateanu hatte die SGA in der 33. Minute in Führung gebracht, nach der Pause glich Davin Dzaka aus (55.). „Vor dem 1:1 hätten wir das Spiel schon zu unseren Gunsten entscheiden müssen. Wir hatten zwei, drei richtig hochprozentige Chancen“, ärgerte sich SGA-Spielleiter Tim Klein-Harmeyer. Am Ende durfte sein Team dennoch jubeln, als Serdar Yildiz einen Freistoß direkt verwandelte (90.+2). „Das war eine super Mannschaftsleistung, auch wie sich die Jungs nach dem 1:1 nicht haben unterkriegen lassen“, freute sich Klein-Harmeyer. „Bad Kreuznach hatte zwar mehr Ballbesitz, aber die wesentlichen Chancen hatten wir. Das war kein Glück oder Dusel. Das war absolut verdient.“

Bitteres Aus für TuS Ramsen



Ein bitteres Pokal-Aus erlebte dagegen B-Klassist TuS Ramsen, der gegen Verbandsligist SV Steinwenden eine Verlängerung erzwang. Doch in der 120. Spielminute gelang dem SVS der Siegtreffer zum 1:0. TuS-Trainer Michael Bechtold war dennoch stolz: „Man hat jedenfalls nicht gespürt, dass hier ein B-Klassenteam gegen einen Verbandsligisten gespielt hat. Wir haben super dagegengehalten und waren direkt nach diesem Gegentor und dem Schlusspfiff natürlich auch enttäuscht. Aber nun in der Kabine überwiegt der Stolz auf das Erreichte eindeutig.“

Rüssingen unterliegt im Pokalkrimi



Auch für Verbandsligist TuS Rüssingen ist die Pokalrunde vorüber. 4:5 unterlag der TuS Ligakonkurrent SV Morlautern. Nach früher Führung der Gastgeber durch Joshua Smith (14.) erzielte Ercan Arslan (37.) per Freistoß den Ausgleich. Der gut aufgelegte Erik Tuttobene (44.) legte aber das 2:1 für Morlautern nach und verwandelte nach der Pause (60.) einen umstrittenen Foulelfmeter. Nachdem Ivica Dzijan im Gegenzug per Kopf der Anschlusstreffer gelang, dominierte Rüssingen die Partie und kam durch den starken Arslan (81./85.) zum 3:3 und 4:3. Die Entscheidung fiel in der Nachspielzeit: Erst traf Quincy Henderson (90.+3) per Freistoß zum 4:4, der eingewechselte Maximilian Riehmer (90.+6) markierte den Siegtreffer per Kopf zum 5:4.

x