Münchweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Selbstbewusst und nahbar: Jaqueline Rauschkolb soll Direktmandat verteidigen

Jaqueline Rauschkolb hat das Direktmandat bereits 2016 und 2021 gewonnen.
Jaqueline Rauschkolb hat das Direktmandat bereits 2016 und 2021 gewonnen.

Der SPD-Kreisverband wählt die 37-Jährige zur Direktkandidatin für die Landtagswahl. Im Wahlkampf will sie auch auf die Erfolge der aktuellen Landesregierung setzen.

Rückenwind nimmt Jaqueline Rauschkolb auf jeden Fall mit in den kommenden Wahlkampf: 47 der 49 anwesenden Delegierten stimmten bei der Konferenz des SPD Kreisverbandes für die 37-Jährige als Direktkandidatin im Wahlkreis 40. Gegenkandidaten gab es keine. Unter großem Applaus der Anwesenden und einigen warmen Worten von Ministerpräsident Alexander Schweitzer schworen sich Rauschkolb und ihre Parteigenossen bereits auf den Wahlkampf ein. Als B-Kandidat wurde der Dörnbacher Sascha Nickel gewählt. Der 31-Jährige ist bereits in der ablaufenden Legislatur in dieser Rolle.

Auch wenn sie der jüngste Wahlkampf als Landratskandidatin noch in den Knochen stecke, freue sie sich auf die vielen Gespräche und die wichtigen Themen, die in den kommenden Monaten bis zur Landtagswahl 2026 anstehen, erklärte Rauschkolb. „Es braucht dringend Lösungen für die Finanzsituation vieler Kommunen“, nennt sie eines der übergeordneten Themen. Sie selbst sei in gutem Austausch mit den Bürgermeistern, will sich zeitnah auch mit denen treffen, die noch neu im Amt sind. Bürgernähe und ein direkter Austausch seien ihr wichtig. Das lobt auch der Ministerpräsident: „Sie hat eine irre Präsenz und kennt daher die Themen, die die Leute bewegen“, sagte Schweitzer. Außerdem hob er hervor, wie hoch er es Rauschkolb anrechne, dass sie sich nie scheue, Verantwortung zu übernehmen. „Ich war sehr, sehr stolz auf dich“, äußerte er sich mit Blick auf die zurückliegende Landratswahl, als sich Rauschkolb bereiterklärt hatte, als SPD-Kandidatin gegen den amtierenden Landrat Rainer Guth anzutreten. „Es ist immer schwer, gegen einen Amtsinhaber anzutreten“, so Schweitzer.

Fokus auf eigene Stärken, Abgrenzung nach rechts

Jaqueline Rauschkolb ist bewusst, dass es viel Kritik an der aktuellen Landesregierung gibt. Sie, die als Abgeordnete bereits seit 2014 im Mainzer Landtag sitzt, werde darauf oft auch direkt angesprochen – auch in den kommunalen Gremien, in denen sie sitzt. „Es wird aber auch wichtig sein, darüber zu reden, was wir an guten Dingen erreicht haben“, sagte Rauschkolb. Als ein Beispiel dafür nannte sie das Zukunftsprogramm des Landes, durch welches zeitnah etwa sieben Millionen Euro in drei Verbandsgemeinden des Kreises fließen werden. Dem pflichtete auch Schweitzer bei. Er setzt auf einen selbstbewussten Wahlkampf der Partei. „Direktmandate müssen unser Anspruch sein. Wir treten an, um zu gewinnen“, so der Ministerpräsident.

Jaqueline Rauschkolb will neben den wichtigen Sachthemen auch im nächsten Wahlkampf wieder auf Haltung setzen. Gegen Populisten und diejenigen, die alles schlecht reden, ohne eigene Ideen einzubringen, wie sie ergänzt. „Wir stehen für Zuversicht und nicht dafür, Angst und Panik zu schüren“, sagte Rauschkolb. Sich von eben jenen abzugrenzen und dabei aber den Fokus auf die eigenen Themen nicht zu verlieren, soll die Marschroute des kommenden Wahlkampfs sein. Für Rauschkolb ist es bereits der dritte als Direktkandidatin. 2016 und 2021 siegte sie im Wahlkreis 40, der nach der Wahlkreisreform nun nur noch den Donnersbergkreis abdeckt. 2011 war sie B-Kandidatin, rückte dann während der Legislatur nach. Eine „Abgeordnete für alle“, will sie bleiben. „Wir sehen alle Menschen und wir sehen das Soziale“, so Rauschkolb, die sich kämpferisch gibt: „Wir können es im nächsten Jahr allen zeigen, die uns bereits abgeschrieben haben. Die SPD lebt.“

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