Eisenberg
Schneefall hat auch Schäden rund um die Villa Barwich verursacht
Das frische Grün kaschiert die Schäden rund um die Villa Barwich in Eisenberg. Dort hat es am 8. April durch den Schneefall zahlreiche Bäume umgeworfen – statt 128 stehen nur noch 107. Auf rund 28.000 Euro wird der Schaden geschätzt. „Gerade hatten wir die Einschränkungen durch Corona weitgehend hinter uns, es gab die Hoffnung, dass es endlich wieder nach vorn geht. Jetzt gibt es schon wieder einen Rückschlag. Das hat mich persönlich sehr mitgenommen“, sagt Armin Barwich, der sich gerade deshalb gefreut hat, dass an den Osterfeiertagen die Familie aus München angereist war. „Wenn ich die Kinder meiner Schwägerin Maria über die zersägten Stämme springen sehe, dann bin ich wieder bereit, nach vorne zu sehen“, sagte er beim Ortstermin am Ostersonntag.
Seit März ist die Villa Barwich für Gäste wieder geöffnet, aber die Krise wirke immer noch nach. „Wir hatten gerade zu Ostern enorm viele Absagen wegen Corona“, beklagt Barwich. Während einerseits die Kosten in der Gastronomie vor allem beim Einkauf von Lebensmitteln explodieren, sind andererseits die Gäste vorsichtiger geworden und sparen. Dennoch will der Gastronom, Schauspieler und Moderator in jedem Fall den Landschaftspark rund um die Villa wieder „aufforsten“. Eine erste schlitzblättrige Eiche steht bereits im Hof vor der Villa und soll in den nächsten Tagen gepflanzt werden. „Den Baum hat uns unsere Versicherung zur Verfügung gestellt. Deren Umweltstiftung versucht gerade, diesen urdeutschen Baum im gesamten Bundesgebiet wieder heimisch zu machen“, so Barwich.
Auch Beleuchtung muss erneuert werden
Aber bevor die große Nachpflanz-Aktion anlaufen wird, muss erst noch rund um die Villa aufgeräumt werden: „Wir müssen den Park wieder begehbar machen, einige Bäume hängen noch mit den Kronen in anderen, müssen komplett entfernt werden, bevor neue Bäume angepflanzt werden können.“ Bis die Saison voll beginnt, müsse das gelaufen sein, sagt Barwich. Dazu gehöre, dass die komplette Parkbeleuchtung, die erst 2021 installiert wurde, noch einmal erneuert werden muss. Ebenfalls ein finanzieller Brocken. „Wir hatten eine Art Sternenhimmel unter den Bäumen, den müssen wir erneuern, denn die Bäume haben beim Fallen die Beleuchtung mitgerissen. Zudem wurden zwei Pavillons im Park beschädigt, die Gutachter der Versicherung werden jetzt nach Ostern erwartet.
Weg müssen in jedem Fall zwei riesige Eichen und eine 120 Jahre alte Rotbuche. „Wir wissen aus dem Parkplan, dass dieser Baum einer der ersten war, der hier gepflanzt wurde“, sagt Barwich. Bei der Aufforstung will er sich an dem alten Parkplan der Villa, die einst als Wohnhaus der Unternehmer-Familie von Müller gebaut wurde, orientieren. „Glücklicherweise sind wir bei den Pflanzungen keinen Zwängen unterworfen, denn der Park wurde von der Landes-Denkmalpflege nicht als schützenswert eingestuft. Das Kutscherhaus der Villa hingegen hat diesen jetzt Status erreicht. „Wir werden im Sommer umfangreiche Sanierungs- und Renovierungsarbeiten an der Villa, dem Kutscherhaus und jetzt eben auch im Park anpacken“, kündigt Barwich an, der davon ausgeht, dass er und sein Mann Karl dafür in jedem Fall einen hohen sechsstelligen Betrag investieren müssen. Barwich will den Park mit diesen Investitionen deutlich aufwerten, ihn einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen – aber das ist noch Zukunftsmusik.