Donnersbergkreis Schnee und Kälte getrotzt
Der Frost und die schneebedeckten Böden machten es den vielen Teilnehmern am Hinkelstein-Wandermarathon mit Start und Ziel in Otterberg am Sonntag nicht leicht. Aber die winterliche Landschaft stimmte die Wanderer fröhlich. Trotz der winterlichen Verhältnisse und Anfahrtsprobleme auf den Straßen verzeichneten die Organisatoren einen Anstieg an Teilnehmern.
Dieser zum vierten Mal ausgetragene Wandertag wurde von der Stadt Otterberg ins Leben gerufen. „Wir hatten die Idee dazu und haben den Hinkelsteinweg geschaffen“, berichtete Stadtbürgermeister Martin Müller (SPD). „Daraufhin haben wir die Verbandsgemeinden Winnweiler und Enkenbach-Alsenborn mit ins Boot genommen.“ Ein Großteil der Strecke liege in der Gemarkung von Otterberg, informierte der Stadtbürgermeister. Sieben Kontrollstellen auf der Strecke, überwiegend besetzt von Mitgliedern aus Ortsgruppen im Pfälzerwald-Verein, versorgten die Teilnehmer mit Tee und Obst, berichteten Carola Ibrom und Sabine Sprinz, die beiden Touristikfachfrauen der Verbandsgemeinden Otterbach-Otterberg und Winnweiler. Für jeden Teilnehmer gab es eine „Mach-mit-Klimaschutz-Tasche“ und eine Trinkflasche, die zu 95 Prozent aus Tabaxir – Bambuszucker – besteht. Unter die 415 Teilnehmer gesellte sich auch Walter Sittig aus Freiburg. Der 68-Jährige Läufer bestritt seinen 200. Marathon in der Wallonenstadt und war im Ziel in der Stadthalle am Nachmittag noch recht frisch. Zufrieden mit sich war das Ehepaar Annette und Andreas Chrometz aus Butzbach bei Frankfurt. „Wir sind Langläufer, aber an einen Marathon hatten wir uns bisher nicht gewagt“, erzählen sie mit Stolz in der Stimme. Animiert wurden sie von Walter Oberbein, einem Teilnehmer aus dem Rhein-Main-Gebiet, der in Dörnbach eine neue Heimat gefunden hat. Otterberg sei optimal für eine Veranstaltung dieser Art, denn „hier stimmt die gesamte Infrastruktur“, so die Teilnehmer. Von der Stadthalle als Startort bis hin zu den Parkmöglichkeiten sei die Wallonenstadt vorbildlich. „Ich bin nur den Halbmarathon gejoggt“, erzählt Kryspina Münchschwander aus Otterberg. Die 43-Jährige ist eine begeisterte Läuferin und war erstmals beim Hinkelstein-Wandermarathon dabei. „Durch den Schnee bin ich vorsichtig gelaufen, weil das Wurzelwerk nicht zu sehen war“, berichtet sie im Ziel. „Aber die Landschaft war an diesem Vormittag herrlich“, schwärmt sie weiter. Die Strecke hat sie in weniger als zwei Stunden zurück gelegt, wobei die Anstiege bei fünf Grad unter dem Gefrierpunkt und teils starkem Wind nicht einfach zu laufen waren. Im nächsten Jahr will sie wieder dabei sein. „Dann vielleicht auf der 42-Kilometer-Strecke“, fügt sie an. Gleich nach ihr kommt eine Läufergruppe ins Ziel, die sich auf der Strecke kennengelernt hat. Teilnehmer aus Frankfurt am Main, Stuttgart und Mettmann. „Einfach klasse“, ist ihr Resümee und dabei verraten sie, dass sie bereits am Vortag angereist sind. Übernachtet haben sie teils im Wohnmobil und teils in Pensionen.