Motorsport RHEINPFALZ Plus Artikel Saisoneröffnung beim AMC Kerzenheim im Motorrad-Trial

Über Stock und Stein: Felix Starck vom Fuchshof im Gelände in Krzenheim.
Über Stock und Stein: Felix Starck vom Fuchshof im Gelände in Krzenheim.

Beste Bedingungen finden die Teilnehmer beim Saisonauftakt im Motorrad-Trial in Kerzenheim vor. Mit dabei unter den 136 Startern: Ein Wiedereinsteiger und eine Fahrerin, die Trial wirklich nur als Hobby betreibt.

Das Trial-Fieber ist bei Felix Starck wieder erwacht. Vor zehn Jahren stieg der junge Pilot erstmals auf ein geländegängiges motorisiertes Zweirad. Gute Platzierungen blieben nicht aus, und so konnte der Zweiradsportler vom Fuchshof bei Falkenstein einige Achtungserfolge einfahren. Doch dann ließ das Interesse am Motorsport nach, und Felix Starck war weniger auf einem Zweirad zu sehen. Doch letztes Jahr kam bei dem 15-jährigen Schüler das Interesse zurück, und er stieg wieder auf das Zweirad. Sogar ein Ziel hat er sich gesetzt. „Ich will vorne mitfahren.“ Ganz so weit war es für ihn an diesem Sonntag beim Saisonauftakt beim Automobil- und Motorrad-Club in Kerzenheim noch nicht. Trotz einer konzentrierten Vorstellung und viel Ehrgeiz. „Mit dem neuen Motorrad mit einem 125-Kubikzentimeter-Hubraum-Motor bin ich zufrieden und darauf lässt sich aufbauen“, sagte Starck. Hoch motiviert geht er mit seiner TRRS in die neue Saison.

Für Martina Krampitz aus Sippersfeld ist dieser Sport reines Hobby ohne Ambitionen auf Punkte oder Pokale. Sie spult im Sattel einer Gas-Gas ihre Runden durch die Sektionen ab und freut sich über ihre Zielankunft. Der Männerwelt kann sie zwar nicht Paroli bieten, aber sie fühlt sich darin wohl. Nicht immer sind ihr die Sektionen geglückt. Aber dennoch hat sie einen Tag hinter sich gebracht, mit dem sie zufrieden war.

136 Spezialisten am Start

Traditionell eröffnete der Automobil- und Motorrad-Club Kerzenheim die Saison im Motorrad-Trial. So auch dieses Jahr. Dabei wurden die Erwartungen bezüglich der Teilnehmerzahl deutlich übertroffen. Am Start waren 136 Zweiradspezialisten, die überwiegend um Punkte zur ADAC-Rheinland-Pfalz-Meisterschaft fuhren. Mit Beginn der Saison werden hin und wieder die Klassen gewechselt, oder es wird ein neues Zweirad an den Start gebracht. „Wer über Winter seinen Körper weiter trainierte, ist heute im Vorteil“, so Wolfgang Schmitt, Veranstaltungsleiter und erster Vorsitzender des veranstaltenden ADAC-Ortsclubs.

Denn Motorrad-Trial ist kein Rennen, sondern eher eine Geschicklichkeitsveranstaltung, bei der es nicht um Bestzeiten geht. Vielmehr ist Können gefragt, um das Motorrad ohne Bodenberührungen der Füße durch den Parcours zu bringen. „Volle Konzentration vom Start weg bis zur Ziellinie der einzelnen Stationen ist dabei erforderlich“, erläutert der Veranstaltungsleiter. Darüber hinaus bedarf es einer großen Portion Kondition. Denn die Zweiräder müssen durch das unwegsame Gelände bewegt werden, und dabei geht es über zahlreiche Naturhindernisse. Beispielsweise über Steinquader oder Baumstämme wie sie im Wald um Kerzenheim zu finden sind. Das Teilnehmerfeld war auch qualitativ schon stark. Darunter Theresa Bäuml aus Winningen an der Mosel und Jan Peters aus Kaiserslautern-Mölschbach, die mit internationalen Erfahrungen an den Start gingen.

Oberst und Wirbel gelingen Nullrunden

Unterschiedlich lang mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden waren die Sektionen, wie im Trialsport die einzelnen Aufgaben bezeichnet werden. „Die Bodenverhältnisse sind sehr gut, ja schon ideal, und sorgen für den notwendigen Gripp“, resümierte Jan Peters nach seiner ersten Runde. „Ganz zufrieden, es hat Spaß gemacht“, fügt der Spezialist an. Er fährt aufgrund seiner Erfolge in der höchsten Klasse. Auch dort konnte der Akteur aus den Reihen des Veranstalters mithalten. Letztlich war es Rang zwei.

Auf gute Plätze kamen seine Familienangehörigen. Ehefrau Pauline kam in der Wertung der Fortgeschrittenen auf Rang sechs und Tochter Ida bei ihrer ersten Veranstaltung in der Automatik-Klasse auf den achten Platz.

Dass der Parcours fehlerfrei zu bewältigen war, ist ein Zeichen, dass er mit viel Können und Erfahrungen aufgebaut wurde. Diese Null-Runden gelangen Kai-Christian Oberst vom Motorsportclub Hermannstein bei den Fortgeschrittenen und Oliver Wirdel aus Kerzenheim. Es muss übrigens nicht das modernste Sportgerät sein, um in dieser Sportart erfolgreich zu sein. Den Beweis dafür erbrachte Oliver Wirdel. Mit seiner BSA startete er in der Historik-Klasse mit Motorräder bis Baujahr 1990. In allen drei Runden blieb er fehlerfrei und sicherte sich unangefochten den Sieg.

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