Donnersbergkreis Rodalben überrennt die „Wölfe“
«Rodalben.» Mit einer zwar erwarteten, aber dennoch sehr deutlichen Niederlage fuhren die Herren der MFSG Göllheim-Eisenberg-Asselheim-Kindenheim von ihrem Auswärtsspiel bei der TS Rodalben nach Hause. 16:48 (11:24) hieß es am Ende. Die Damenmannschaft bescherte dagegen ihrem neuen Trainer Detlef Rakowski einen Auftakt nach Maß. Sie setzten sich beim TuS Heiligenstein II mit 29:26 (13:13) durch.
„Für uns war das kein wichtiges Spiel. In meinen Augen ist Rodalben Topfavorit für die Meisterschaft“, ordnete MFSG-Trainer Patrick Dermody die herbe Klatsche in der Westpfalz ein. Zwei Minuten lang führten die Wölfe sogar. Christian Wiehler und Steffen Doll sorgten für eine 2:0-Führung, die aber nicht lange Bestand hatte. Die Gastgeber überrannten die MFSG förmlich. Nach 14 Minuten stand es 6:14, zur Pause 11:24. „Kurzfristig sind noch drei weitere Spieler ausgefallen. Wir hatten keine Wechselmöglichkeiten und waren nach 40 Minuten total platt“, nannte Dermody Gründe für Deutlichkeit der Niederlage. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Geschehen auf dem Platz. Rodalben hatte leichtes Spiel, baute die Führung stetig aus, sodass nach 60 Minuten eine Pleite mit 32 Toren Unterschied auf der Anzeigetafel zu lesen war. Dermody bemängelte, dass seine Mannschaft wie in der Vorwoche wieder viel zu früh den Abschluss suchte, sah gleichzeitig aber auch Fortschritte im gebundenen Spiel. Für die Wölfe heißt es, dieses Spiel schnellstmöglich aus den Köpfen zu bekommen. „Unser Fokus liegt schon auf den nächsten Wochen“, sagte Dermody. Die Wölfinnen konnten dagegen ihren ersten Sieg im ersten Spiel feiern. Danach hatte es nach ein paar Minuten jedoch nicht ausgesehen. 0:6 lag das Team von Neu-Trainer Detlef Rakowski hinten. Dieser sah sich schon nach fünf Minuten genötigt, eine Auszeit zu nehmen. „Wir waren da in der Abwehr zu passiv und vorne zu nervös“, meinte Rakowski, der schließlich die Abwehr umstellte. Das fruchtete. Die MFSG agierte bissiger in der Defensive und zielstrebiger im Abschluss. Lohn war der Ausgleich nach 30 Minuten. Nach etwa zehn weiteren Minuten führten die Wölfinnen mit drei Treffern. Diesen Vorsprung konnten sie auch über die Zeit bringen. „Sarah Müller hat nach dem Seitenwechsel viel Verantwortung übernommen und mit einfachen Toren aus dem Rückraum viel zum Erfolg beigetragen“, lobte Rakowski, der mit der Leistung seiner Mannschaft grundsätzlich einverstanden war, aber noch Luft nach oben sieht: „16 technische Fehler sind zu viel.“ Gute Noten verdienten sich auch Torhüterin Vanessa Steinbach und Nadine Reibe, die ihr vorerst letztes Spiel für die Wölfinnen bestritt. „Sie trug viel zur Stabilität in der Abwehr bei. Wir werden sie vermissen“, betonte Rakowski. Die zweite Herrenmannschaft verlor das A-Klassenduell beim SC Bobenheim-Roxheim mit 21:24 (10:12). Dagegen feierte die zweite Damenmannschaft einen Erfolg. Gegen die TG Waldsee II gewann sie mit 31:26. Die männliche A-Jugend gewann auch ihr zweites Spiel mit 33:20 bei der TG Oggersheim. So spielten sie: Herren: Rokita, Kaiser, Drude 6/1, Ebel 3, Doll 2, Christian Wiehler 2, Jan-Martin Wiehler 1, Seibert 1, Reitz 1, Boger. Damen: Steinbach, Reibe 7/6, Sarah Müller 6, Rokita 5, Koch 3, Weil 3, Setzer 2, Stark 2, Ecker 1, Schafar, Herrmann, Fattler.