Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Rockenhausen: Vereinshalle erstrahlt in neuem Glanz

Die 2015 begonnene Sanierung von insgesamt 39 Metern (rund 800 Quadratmeter) des Hallendachs kostete rund 280.000 Euro.
Die 2015 begonnene Sanierung von insgesamt 39 Metern (rund 800 Quadratmeter) des Hallendachs kostete rund 280.000 Euro. Foto: J. Hoffmann

Das Dach der ehemaligen Reithalle ist mit dem dritten und letzten Bauabschnitt nun komplett erneuert. Die Turnhalle, die 1927 von der Vereinigten Turnerschaft Rockenhausen (VTR) wieder aufgebaut worden ist, wurde im dritten Bauabschnitt über die restliche länge von elf Metern renoviert. Mit der Vollendung des bereits angefangenen Fassadenanstriches erstrahlt die Halle in neuem Glanz.

„Der Kostenrahmen von rund 90.000 Euro wurde trotz unvorhergesehenen Dingen wie einer aufwendigen Zinkverkleidung, die an der hinteren Giebelseite angebracht wurde, eingehalten – einschließlich der Endreinigung“, freut sich der Vereinsvorsitzende Helmut Gass. Die Bauarbeiten erfolgten im Laufe der Sommerferien, in denen die Halle weniger genutzt wird.

Unterstützt wird der Verein von der Stadt und der Verbandsgemeinde Rockenhausen jeweils mit 8000 Euro. „Wir erwarten den Zuschuss bis Ende 2021“, berichtet Gass. Den Rest der Summe habe der Verein ohne Hilfe von Kreis und Land selbst gestemmt.

Bereits im Jahr 2015 musste ein Mittelabschnitt des Daches komplett erneuert werden. Bedingt durch einen massiven Feuchtschaden an einem der Träger übernahm eine Spezialfirma die Bauarbeiten der ebenfalls elf Meter langen Decke. Um weitere Schäden an Trägern zu vermeiden, hatte sich der Verein 2017 dazu entschlossen den zweiten Bauabschnitt des Hallendachs auf einer länge von 16,5 Metern zu erneuern. 2019 folgte dann der letzte Bauabschnitt.

240 Quadratmeter Holzpaneele

An allen Bauabschnitten waren die gleichen Firmen beteiligt. Wie Helmut Gass mitteilte, waren ausschließlich Firmen aus Rockenhausen und der Region beteiligt. Bevor die Firma Timo Schultz aus Imsbach Ende Juni mit dem neuen Dachaufbau begann, entfernten Helfer des Vereins in Eigenleistung rund 240 Quadratmeter Holzpaneelen. Mit der überwiegend belasteten Glaswolle landeten die Paneelen im Container. Auch bei dem Auf- und Abbau des Gerüsts in der Halle unterstützten die Vereinsmitglieder die Beilmann GmbH aus Rockenhausen.

„Der komplette Dachaufbau setzt sich aus Pfetten, verleimten Mehrschichtplatten, einer Dampfsperre, Wärmedämmung und einer ökologischen Dachhaut zusammen“, erklärt Gass. „Damit dürften Feuchtschäden endgültig der Vergangenheit angehören.“ Die Ausmauerung der Sparren wurde von der Hofmann und Schäfer GmbH vorgenommen. Der Innenanstrich über der Bühne und der restliche Außenanstrich erfolgte durch den Malerbetrieb Schmidt. Die Elektroarbeiten übernahm die Firma Hein aus Gundersweiler.

280.000 Euro Kosten

Nicht nur organisatorisch, sondern vor allem auch wirtschaftlich stellte die Erneuerung für den 625 Mitglieder starken Verein einen Kraftakt dar. Die 2015 begonnene Sanierung von insgesamt 39 Metern (rund 800 Quadratmeter) kostete rund 280.000 Euro. „Ein wirtschaftlich nicht gesunder Verein hätte diese außerordentlichen Baumaßnahmen nicht überlebt“, sagt der Vorsitzende.

Im kommenden Jahr stehen bereits die nächsten Sanierungsarbeiten an: „Bei einer Untersuchung des Daches im Hinteren Teil der Halle, über den Duschkabinen, wurden von der Firma Schultz auch erhebliche Feuchtschäden festgestellt“, sagt Gass. „Auch hier ist für die Rund 140 Quadratmeter große Fläche Handlungsbedarf geboten. Das gleiche gilt für einen weiteren Teil des Hallenbodens.“

Noch immer ist die Turnhalle für das sportliche und auch kulturelle Leben in Rockenhausen von Bedeutung. „Gut, dass der Verein in der Lage war, die umfangreichen Sanierungsarbeiten in den letzten zwölf Jahren zu stemmen, dass die altehrwürdige Halle weiterlebt“, erklärt Gass abschließend.

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