Kirchheimbolanden RHEINPFALZ Plus Artikel Regionalplan: VG Kibo soll mehr Flächen für Windräder schaffen

Windräder auf dem Hungerberg, vom Donnersberg aus gesehen.
Windräder auf dem Hungerberg, vom Donnersberg aus gesehen.

Mit der vierten Änderung des Regionalplans Westpfalz könnte die Zahl der Vorranggebiete für Windenergie in der VG Kirchheimbolanden mehr als verdoppelt werden.

Die Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden steht vor wichtigen Entscheidungen zur Ausweisung neuer Flächen für die Windenergienutzung. Hintergrund ist die vierte Änderung des Regionalen Raumordnungsplanes, an dem die Planungsgemeinschaft Westpfalz derzeit arbeitet. Der neue Entwurf sieht in der Verbandsgemeinde insgesamt sieben Vorranggebiete für Windkraft vor – vier mehr als bisher. In der aktuellen Fassung des Regionalplans sind lediglich drei Gebiete ausgewiesen: Sie liegen erstens auf dem Hungerberg (Flurstücke in Kirchheimbolanden, Bischheim, Rittersheim, Gauersheim und Bolanden), zweitens auf dem Rüssinger Berg (Flurstück in Marnheim) und drittens in der Taubernheide (Flurstück in Kriegsfeld). Diese drei bleiben bestehen, werden jedoch teilweise in den Grenzen angepasst. Hinzu kommen die Flächen Hieberg (Flurstücke in Morschheim und Richtung Mauchenheim), das Gebiet „Birken“ bei Mörsfeld, der Reilsberg bei Kriegsfeld sowie ein Gebiet beidseitig der L404 zwischen Kriegsfeld und Mörsfeld. Für die aktuelle Änderung hat die Planungsgemeinschaft die bestehenden Planungen auf VG- und Ortsgemeindeebene, also den Flächennutzungsplan und diverse Bebauungspläne, berücksichtigt.

Nicht alle Gemeinden haben schon reagiert

Alle betroffenen Ortsgemeinden und die Stadt Kirchheimbolanden waren aufgefordert, ihre Position zu den neuen Vorranggebieten vor dem 7. Oktober festzulegen. Das ist nicht ganz gelungen. Von Kirchheimbolanden und Bolanden lag bezüglich des Hungerbergs eine Zustimmung vor, Bischheim und Gauersheim waren noch in der Beratung, Rittersheim hat bislang keinen Beschluss gefasst. Marnheim hat den Veränderungen am Rüssinger Berg zugestimmt, Morschheim hat die Entscheidung zum Hieberg auf der Tagesordnung seiner Gemeinderatssitzung am 22. Oktober. Kriegsfeld hat in Sachen Taubernheide und Reilsberg zugestimmt, ein Vorranggebiet entlang der Straße nach Mörsfeld aber abgelehnt. In Mörsfeld steht diese Entscheidung noch aus, gleiches gilt für die „Birken“. Sobald der geänderte Regionalplan in Kraft getreten ist, wird die VG Kirchheimbolanden ihren Flächennutzungsplan entsprechend anpassen.

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