Donnersbergkreis Reges Interesse an Ortsentwicklung

Die Ortsgemeinde Steinbach scheint mit ihrem Bauland- und Immobilienkonzept auf dem richtigen Weg zu sein. Ein Beweis dafür ist die große Resonanz bei der Einwohnerversammlung, zu der mehr als 40 meist jüngere Personen gekommen waren. Ziel des Konzeptes sei es, so Ortsbürgermeister Reiner Bauer, im Dialog mit den Grundstückseigentümern Wohnraum zu erhalten und zu schaffen.
Der Ortsgemeinderat von Steinbach will sich bei seinen Planungen und Entscheidungen am Bedarf orientieren. Um den zu ermitteln, fand nun die Einwohnerversammlung statt, zu der im Vorfeld Fragebögen verteilt worden waren. Darin war abgefragt worden, ob in den nächsten Jahren die Anmietung eines Wohnraumes und in welcher Größe ansteht oder gar einen Eigentumserwerb. Dabei wurde nach Neu- oder Altbau ebenso unterschieden wie nach Gebäudeart und dem Zeitrahmen. „Steinbach entwickelt sich immer mehr zu einem attraktiven Ort für alle Generationen“, betonte der Ortsbürgermeister. Dazu würden die gute Infrastruktur, die gute Verkehrsanbindung und das lebendige Dorfleben beitragen. Die Donnersberggemeinde habe rund 100 Einwohner zwischen 16 und 30 Jahren, die zum Großteil gut ins Dorfleben integriert seien. Daher werde in den kommenden Jahren weiteres Interesse an Wohnraum erwartet. Dabei werde ein seniorengerechter Wohnraum immer wichtiger. Als erste Stufe eines Bauland- und Immobilienkonzeptes startete die Kommune die Interessenabfrage. Die Ergebnisse werden in anonymisierter Form den Entscheidungsgremien vor weiteren Beratungen vorgelegt. „Das Konzept wird in Eigenregie durchgeführt, und deshalb entstehen der Gemeinde keine Kosten“, betonte der Ortsbürgermeister. Er zeigte den interessierten Besuchern auf, dass eine zeitgemäße Bauleitplanung zwei Komponenten habe sollte, die beide in Steinbach verfolgt würden. Es gehe einerseits um das klassische Bauland in ausgewiesenen Neubaugebieten mit einem Bebauungsplan und andererseits um die Erschließung von Siedlungspotenzialen im Innenbereich, der sogenannten Schließung von Baulücken. Derzeit seien im Neubaugebiet „Wolfspfad“ noch vier Bauplätze verfügbar. Die Ortsgemeinde werde dafür sorgen müssen, dass Menschen, die mittelfristig einen Bauplatz suchen, auch ein entsprechendes Angebot vorfinden. Dies bedeute, so Bauer, dass schon bald über die Ausweisung eines weiteren Baugebietes zu beraten sei. Ein wichtiger Schritt sei der Innenbereich, der geschlossen werden soll. Denkbar sei ein Projekt mit Eigentumswohnungen und kleineren Appartements, die altersgerecht ausgestattet sein sollen. Aufschluss über einen Bedarf soll dazu auch die Befragung geben. Auch die Suche nach einem Partner für eine Realisierung sei eine Aufgabe, die man angehen müsse, so Bauer. (llw)