Kirchheimbolanden
Raststätte Heuberger Hof: Neue E-Ladesäulen an der A63
Wer auf der A63 unterwegs ist und an der Raststätte „Heuberger Hof“ kurz vor der Abfahrt Kirchheimbolanden eine Pause einlegt, wird seit Kurzem von einer auffälligen Konstruktion empfangen: Vier schwarze Säulen ragen unter einem massiven Dach empor, darunter stehen drei umzäunte Maschinen, die fast ein wenig futuristisch anmuten. Was steckt dahinter?
Verantwortlich für das Projekt ist die Autobahn GmbH des Bundes – ein staatliches Unternehmen, das seit 2021 für Planung, Bau und Betrieb sämtlicher Autobahnen in Deutschland zuständig ist. Neben Wartung und Instandhaltung koordiniert die Gesellschaft auch Infrastrukturprojekte wie den Ausbau der Ladeparks. Am „Heuberger Hof“ entstehen derzeit neue Schnellladestationen für Elektroautos, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilt.
Mehrmonatige Sperrung
Der Umbau ist Teil eines bundesweiten Ausbaus der E-Lade-Infrastruktur, der auch die Nordpfalz erreicht hat. Zwischen den Anschlussstellen Freimersheim und Kirchheimbolanden werden in beiden Richtungen der A63 neue Schnellladesäulen errichtet – jeweils auf den sogenannten PWC-Anlagen („Parkplatz mit WC“), die zu den unbewirtschafteten Raststätten zählen. Während der Bauphase waren beide Anlagen über mehrere Sommermonate hinweg vollständig gesperrt.
Der neue überdachte und beleuchtete Ladepark umfasst je Fahrtrichtung drei Schnellladesäulen mit jeweils zwei Ladepunkten. Betrieben werden sollen sie zukünftig von der Autostrom plus GmbH. Zusätzlich wurden Trafostationen installiert, um die Energieversorgung sicherzustellen. Im Zuge der Arbeiten wurden auch die Stellflächen neu asphaltiert und die Gehwege barrierefrei umgestaltet. Laut Webseite der Autobahn GmbH dauert die bauliche Umsetzung eines Ladeparks in der Regel rund acht Wochen – von der Planung bis zur Freigabe vergehen etwa acht Monate.
Teil des „Deutschlandnetzes“
Inzwischen sind die Rastplätze wieder geöffnet und können regulär angefahren werden. Die Ladeinfrastruktur ist zwar bereits sichtbar, genutzt werden kann sie aber noch nicht. Die Säulen sind weiterhin abgesperrt. Einen konkreten Termin für die Freigabe konnte die Autobahn GmbH bislang nicht nennen – entsprechende Informationen sollen zu gegebener Zeit veröffentlicht werden.
Der Umbau am „Heuberger Hof“ ist Teil des sogenannten Deutschlandnetzes, mit dem das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) den flächendeckenden Ausbau von Schnellladepunkten vorantreibt. Bis 2026 sollen bundesweit rund 9000 zusätzliche Ladepunkte entstehen – darunter 200 direkt an unbewirtschafteten Rastanlagen wie dem Heuberger Hof. Ziel ist es, dass E-Autofahrer spätestens alle zehn Fahrminuten eine Lademöglichkeit erreichen können. In der Region gibt es bereits eine Ladestation in Bad Kreuznach, weitere in Worms und an der A61 bei Alzey sind geplant.