Kirchheimbolanden
Radweg zwischen Haide und Orbis geht in die Planung
Radweg-Schilder gibt es zwar an der K19 – aber keinen Radweg. Wer auf dieser Strecke zwischen dem Kirchheimbolander Ortsteil Haide und Orbis schon mal mit dem Rad unterwegs war, hat mit Sicherheit irgendwann geflucht: Viele Kurven, Gräben, schmale Bankette rechts und links – nicht gerade ein Vergnügen. Die Straße ist relativ stark befahren, und die Autos sind meist ziemlich flott unterwegs. Beim Überholen können gefährliche Situationen entstehen, zumal bei Gegenverkehr. Auf einer Hügelkuppe gibt es zudem eine sehr unübersichtliche Kurve: Der entgegenkommende Verkehr kann erst in letzter Sekunde gesehen werden. Dennoch haben Radfahrer, die diese Strecke recht zahlreich nutzen, keine Wahl. Auf Wirtschaftswege ausweichen, ist unmöglich, es sei denn man nähme lange Umwege in Kauf. Entlang der Straße gibt es nur grasige, tief ausgefahrene Feldwege.
Wünsche nach einen Radweg für die knapp zwei Kilometer lange Strecke wurden schon vielfach geäußert. Zum Beispiel vor fünf Jahren, als die K19 saniert wurde. Da hätte man doch gleich einen Radweg nebendran setzen können, wurde kritisiert. Allerdings handelte es sich damals lediglich um einen Bestandsausbau der Straße, geplant von Kreis. Für einen zusätzlichen Fahrradweg wäre eine eigene Planung notwendig gewesen, was wiederum enormen Zeitverlust für das eigentliche Projekt bedeutet hätte. Und das vor dem Hintergrund, dass der Ausbau der K19 ohnehin schon sehr lange überfällig war. Wenn sich aber stattdessen die Verbandsgemeinde der Sache angenommen hätte, hätte sie keine Fördermittel bekommen, da der Kreis Baulastträger hätte sein müssen. Der Kreis baut aber keine einzelnen Wege, sondern versucht, möglichst alle Gemeinden mit einem Zuschuss zu unterstützen. Die Möglichkeit schied also von vornherein aus. Zumal auch noch ein Teilgrundstück zwischen zwei Feldwegen fehlte.
Förderung dank Programm des Bundes
Doch nun ist eine Lösung in Sicht: Laut VG-Verwaltung konnten dank des Förderprogramms „Stadt und Land“, das die Bundesregierung aufgelegt hat, jetzt die erforderlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Damit ist es der VG möglich, selbst den Antrag zu stellen. Zudem ist die Ortsgemeinde Orbis durch Grundstückstausch inzwischen in den Besitz des fehlenden Teilstücks gekommen und hat damit nun alle Wegeflächen entlang der K19 im Eigentum. Deswegen hat der VG-Rat in seiner jüngsten Sitzung entschieden, dass die VG den Bauantrag für den Radweg stellen soll.
Als erster Schritt soll ein Planungsbüro die Antragsunterlagen erstellen – nur so ist es möglich, Baurecht zu schaffen. 75 Prozent der förderfähigen Kosten – die genaue Summe muss noch ermittelt werden –, wird das Land übernehmen. Von dem 25-prozentigen Eigenanteil, der bei der VG verbleibt, wird der Kreis ein Drittel übernehmen. Sobald die genauen Kosten feststehen wird die Maßnahme zum nächstmöglichen Zeitpunkt in den VG-Haushalt aufgenommen.