Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Rüssingen verletzungsbedingt nur noch zu zehnt

Der Rüssinger Tormann Evandro Rachoni nach einer Ecke für Idar-Oberstein.
Der Rüssinger Tormann Evandro Rachoni nach einer Ecke für Idar-Oberstein.

Für den TuS Rüssingen bleibt es erst einmal bei dem einen Punkt in der Verbandsliga-Aufstiegsrunde. Am Samstag zog der TuS im Heimspiel gegen den SC Idar-Oberstein mit 0:5 (0:2) den Kürzeren. Schon in der Hinrunde verlor er gegen den gleichen Gegner mit 0:6.

Die personelle Situation spitzt sich bei den Rüssingern immer mehr zu. Am Samstag standen gerade einmal elf gesunde Spieler zur Verfügung. Als sich Sandro Isabelinha verletzte, musste der TuS die zweite Hälfte mit nur noch zehn Akteuren bestreiten. Teammanager Murat Akkaya hatte ja schon Vorfeld gemutmaßt, dass es an diesem Wochenende für zwei Mannschaften personell äußerst eng wird. Vorwürfe an die Mannschaft gab es aber keine. „Wir haben versucht, die missliche Lage sportlich über die Bühne zu bringen. Ich glaube das ist uns, trotz der klaren Niederlage, gelungen. Der Einsatz der Jungs hat gestimmt, mehr ist leider momentan nicht drin“, sagte er nach Spielschluss.

„Ein seltsames Spiel, auf einem seltsamen Platz, gegen eine seltsame Mannschaft“, tat sich Gästetrainer Andy Baumgartner schwer, das Spiel einzuordnen und fügte noch an: „Ich denke, wir haben die drei Punkte souverän geholt und der Gegner war am Ende noch gut bedient. Jetzt schauen wir morgen mal, was unsere Konkurrenten machen.“ Die Edelsteinstädter haben als Tabellenzweiter noch Chancen, über die Aufstiegsspiele in die Oberliga zu kommen.

Elfmeter gehalten

Zu Beginn der 90 Minuten konnten die Einheimischen das Geschehen einigermaßen offen gestalten, versuchten spielerisch aus der Abwehr heraus aufzubauen. Diese Versuche endeten aber meist früh in der Hälfte des Gegners, die Offensivkräfte konnten die Bälle einfach nicht festmachen. Mangelnde Durchschlagskraft gibt es schon seit Monaten zu bemängeln. So dauerte es auch nicht lange, bis die Gäste ihre erste Topchance hatten. In einer unübersichtlichen Situation erkannte der Schiedsrichter ein Handspiel und zeigte auf den Punkt. Doch Torhüter Evandro Rachoni holte den von Marius Gedratis getreten Strafstoß aus der rechten unteren Ecke (11.).

Dann hatten auch die Hausherren eine Großchance (17.). Zunächst wurde der Versuch von Jhon Cuellar geblockt, der Ball kam zu Rodrigo Chavez, und dessen Drehschuss klatschte an den Pfosten. Dass dies die einzige Chance des TuS bleiben sollte, konnte man da noch nicht ahnen.

Stellungsfehler

Der verschossene Elfmeter wurmte Gedratis offensichtlich noch, als er aus 20 Metern relativ unbedrängt zum Schuss kam. Er ließ einen Strahl los, und die Kugel landete in der langen Ecke zum 0:1. Die Rüssinger Deckung erlaubte sich jetzt einige Fehler und einen solchen nutzte der SC zum 0:2. Edgar Ferres verschenkte im Fünfmeterraum die Kugel an Lennert Arend, der passte zum komplett freien Florian Zimmer, der ohne Mühe einschieben konnte. Nur eine Minute später unterlief wieder Ferres ein Stellungsfehler, aber diesmal scheiterte Zimmer an Rachoni. Fast mit dem Halbzeitpfiff konnte sich Arend um seinen Gegenspieler winden, zielte aber genau auf Rachoni.

Nach dem Seitenwechsel plätscherte die Partie erst einmal vor sich hin. Die Gäste wussten zunächst nicht so recht, was sie mit der numerischen Überlegenheit anfangen sollten. Rüssingen verteidigte eifrig, aber nach einer knappen Stunde dann doch etwas zu nachlässig. Gedratis hatte es zu leicht, konnte nach innen passen, und Alexander Davidenko lenkte den Ball zum 0:3 und zur Vorentscheidung ins Netz. Bis zum 0:4 passierte dann nicht viel, dann trat der unglückliche Ferres ein Luftloch und Philipp Schneider konnte locker einschieben. Die Gäste drehten jetzt noch einmal auf, hatten mehrere Chancen, unter anderem einen Lattentreffer, bevor dann Justus Klein mit einem tollen Freistoß in den Winkel für den 0:5-Endstand sorgte.

So spielten sie

TuS Rüssingen: Rachoni - Isabelinha, Freitas, Ferres, Castilho - Crukil Junior, Hellmer Miranda - Chavez, de Oliveira Ambrosio, Smith - Cuellar

Tore: 0:1 Gedratis (19.), 0:2 Zimmer (38.), 0:3 Davidenko (59.), 0:4 Schneider (73.), 0:5 Klein (85.) - Gelbe Karten: Cuellar, Crukil - Reis Viana, Kartal - Beste Spieler: Rachoni, Casthilo - Davidenko, Gedratis, Botiseriu - Zuschauer: 70 - Schiedsrichter: Bender (Langweiler)

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