Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Rüssingen schlägt gegen stark aufspielende Steinwendener zurück

Ziya Köroglu (rechts, hier gegen Kandels Renaldu Balasa) leitete mit seinem Freistoß gegen den SV Steinwenden den 1:1-Ausgleich
Ziya Köroglu (rechts, hier gegen Kandels Renaldu Balasa) leitete mit seinem Freistoß gegen den SV Steinwenden den 1:1-Ausgleich ein.

In einem kurzweiligen, spielerisch nicht immer hochklassigen, aber bis zum Schluss spannenden Nachholspiel trennten sich der TuS Rüssingen und der SV Steinwenden in der Verbandsliga am Ende leistungsgerecht mit 1:1 (0:1).

Nur einen Punkt mehr hatte der SVS l vor der Partie, lag auf Platz sieben, der TuS war Zehnter, doch zu Spielbeginn schien es fast ein Klassenunterschied zu sein. Die Gäste aus Steinwenden legten los wie die Feuerwehr. Schnörkellos und zielstrebig spielten sie nach vorne und deckten Rüssinger Schwächen im Defensivverhalten gnadenlos auf. Schon nach 20 Sekunden gab es die erste Torchance, als Anton Artemovs Schuss nur knapp über die Querlatte strich. Die Gäste drückten weiter, ließen die Hausherren nicht zur Entfaltung kommen und nach fünf Minuten war es dann so weit. David Schehl, ein begnadeter Dribbler, der die Rüssinger immer wieder vor Probleme stellte, marschierte ziemlich unbehelligt Richtung Tor, zog dann aus 16 Metern unvermittelt ab und TuS-Keeper Cosmin Dragota konnte dem Ball nur verdutzt hinterherschauen.

Nur zwei Minuten später zielte Elias Schulze nur hauchdünn am Rüssinger Tor vorbei. Bei weiteren Chancen von David Höft und Daniel Meisenheimer retteten der TuS-Torwart und -Abwehrspieler gerade noch.

Anfangsphase gehört klar den Gästen

„In den ersten 20, 25 Minuten hatten wir die Chancen, um dem Gegner den Stecker zu ziehen, haben sie aber nicht genutzt. So ist Rüssingen leider wieder ins Spiel gekommen“, sah SVS-Trainer Daniel Meisenheimer durchaus die Möglichkeit zum zweiten Auswärtssieg der Saison. TuS-Trainer Ediz Sari war froh, dass in dieser Spielphase kein weiterer Schaden entstand: „In der Anfangsphase waren wir zu offen, darüber müssen und werden wir uns Gedanken machen. Dann sind wir aber ins Spiel gekommen.“

Tatsächlich konnten die Hausherren Mitte der ersten Halbzeit mehr Akzente nach vorne setzen, hatten sich jetzt etwas besser auf das Spiel der Gäste eingestellt, die ganz großen Chancen blieben aber erst einmal aus.

Ziya Köroglu lässt Rüssingen jubeln

Auch nach dem Seitenwechsel hatte Steinwenden die erste Chance, als Artemov mit einem strammen Schuss die Torlatte erzittern ließ. Doch die Gastgeber waren jetzt im Spiel und kamen, etwas überraschend, zum Ausgleich. Ziya Köroglu brachte einen Freistoß vor das Tor und der gerade eingewechselte Halil Anli verlängerte per Kopf hoch in die lange Ecke zum 1:1. Die Platzherren hatten jetzt das Momentum auf ihrer Seite und Geri Hasa verzog einmal knapp und scheiterte dann an Torhüter Jannik Even, der später verletzt ausgewechselt werden musste. Steinwenden hatte jetzt nicht mehr die Spielanteile wie in der Anfangsphase, nutzte aber die sich bietenden Gelegenheiten, um energisch nach vorne zu spielen. So blieb die Partie bis zum Schluss hochspannend und tempogeladen und endete mit einem gerechten Remis.

„Es war der harte Kampf, den wir auch erwartet hatten. Über die 90 Minuten hatten wir mehr und bessere Chancen“, zog Meisenheimer sein Fazit. „In der zweiten Halbzeit ist die Mannschaft bis zum Schluss gebrummt und am Ende hatten wir noch die ein oder andere Chance zum Siegtreffer. So müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein“, meinte sein Gegenüber Sari.

Der nächste Donnersberger Gegner für Steinwenden

Am Ende der englischen Woche muss der TuS Rüssingen am Sonntag um 15 Uhr beim Tabellenzweiten VfR Baumholder, mit den beiden Toptorjägern Alexander Bambach (13 Tore) und Felix Ruppenthal (9), antreten. Sari sieht das Spiel gewissermaßen als Zwischenprüfung für seine Mannschaft: „Ende August waren wir gegen den Tabellenführer Idar-Oberstein noch chancenlos, haben klar verloren. Aber meine Mannschaft hat eine Entwicklung gemacht. Jetzt bin ich mal gespannt, wie wir uns in Baumholder verkaufen, die ich ähnlich stark einschätze wie Idar. Wir wollen auf jeden Fall in der Erfolgsspur bleiben.“

Der SV Steinwenden erwartet am Sonntag um 15 Uhr den Letzten TuS Steinbach. Da will Meisenheimer erst gar nicht über die Tabellensituation reden. „Es gibt in der Verbandsliga keine leichten Gegner und Steinbach hat auch schon neun Punkte geholt. Sie werden den einen Punkt, den sie beim Anpfiff haben, mit Mann und Maus verteidigen. Da müssen wir uns was einfallen lassen. Den Punkt in Rüssingen haben wir mit drei verletzten Spielern teuer erkauft. Wer von den Dreien auflaufen kann, müssen wir sehen.“

So spielten sie

TuS Rüssingen: Dragota - Buga, Karlidag, Itani, Koc - Heil (57. Anli), Beyreuther, Hasa (90. Geotar Kryeziu), Demirhan, Köroglu (82. Güven), Sonko (70. Blendoar Kryeziu)

SV Steinwenden: Even (75. Bana) - Trapp, Heinz, Meisenheimer, Bender - Artemov, Fuchs, Heil (53. Forsch) - Schulze (26. Velikov, 82. Giardiello), Schehl - Höft

Tore: 0:1 Schehl (5.), 1:1 Anli (59.) - Gelbe Karten: Demirhan, Itani, Hasa - Artemov - Beste Spieler: Buga, Beyreuther - Schehl, Fuchs - Zuschauer: 60 - Schiedsrichter: Schurer (Frankweiler).

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