Adventskalender RHEINPFALZ Plus Artikel Puppenstubenmuseum: Team kümmert sich seit über zwei Jahrzehnten

Engagieren sich mit dem Leitungsteam im Museum (von links): Rosemarie Hahn, Gertud Kullmann, Walter Hahn, Annegret Rauch und Ute
Engagieren sich mit dem Leitungsteam im Museum (von links): Rosemarie Hahn, Gertud Kullmann, Walter Hahn, Annegret Rauch und Ute Schlicksupp.

Seit mehr als 20 Jahren gibt es in Jakobsweiler das Puppenstubenmuseum. Im Gebäude steckt – wortwörtlich – viel ehrenamtliche Arbeit.

Nur wenige Personen passen in das ehemalige Milchhäuschen in Jakobsweiler, das seit 2001 ein Museum ist. Knapp 40 Quadratmeter stehen für die Exponate zur Verfügung: Es sind Puppenstuben aus den 1930er und 1950er Jahren – gesammelt, gehegt und gepflegt vor allen Dingen vom Ehepaar Rosemarie und Walter Hahn, den Vorsitzenden des neunköpfigen Leitungsteams, das ergänzt wird von Birgit und Günter Kircher, Annegret Rauch, Gertrud Kullmann, Christa Bloch, Gertrud Bauer und Ute Schlicksupp.

Begonnen hatte alles schon knapp zehn Jahre vor der Eröffnung des Museums. Um das alte Gemäuer zu retten, gab es 1992 das erste Milchhäuschenfest, bei dem Geld für die inzwischen gegründete „Interessengemeinschaft Puppenstubenmuseum“ eingenommen werden konnte. Es folgten ähnliche Veranstaltungen, bis eine Summe erreicht war, die unter Einbeziehung von Zuschüssen die Renovierung möglich machte. „Das Geld reichte für die Materialien“, erzählt Walter Hahn, der damals Ortsbürgermeister war. „Die nötigen Arbeiten wurden von Dorfbewohnern ehrenamtlich in ihrer Freizeit erbracht. Drei Jahre haben wir gebraucht.“ So wurde das Museum das Ergebnis einer gemeinschaftlichen Anstrengung.

Viele Sonderausstellungen

Und wie kam es zu der Entscheidung für die Puppenstuben? „Das hatte etwas mit der Schriftstellerin Susanne Faschon zu tun, die bei uns in Jakobsweiler ein Ferienhaus besaß“, berichtet Rosemarie Hahn. „Sie und ihre Schwester sammelten Puppenstuben, für die ich auch immer schon ein Faible hatte, und da habe ich mich ,infiziert’.“

Nach und nach füllte sich das ehemalige Milchhäuschen, und das Team schaffte es, durch wechselnde Sonderausstellungen die Attraktivität des Museums zusätzlich zu steigern. Schwerpunkte waren unter anderem Teddybären, Barbies, Anziehpuppen, Legowelten und Blechspielzeug. „Es ist schön, dass ein so kleiner Ort ein ebenso kleines, aber feines Museum hat“, ist sich das Team einig. „In seiner Ausrichtung ist es einzigartig in Deutschland.“

Info

Das Museum ist im Winter geschlossen, kann aber nach Vereinbarung besichtigt werden. Wiedereröffnung ist im Frühjahr 2024, dann immer sonntags von 14 bis 17 Uhr.

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