Donnersbergkreis Punkteteilung nützt beiden wenig
«WENDELSHEIM.» Durch dieses Unentschieden haben sowohl SG Wendelsheim/Kriegsfeld als auch SG Weinheim/Heimersheim fünf Spieltage vor Schluss nur noch Außenseiterchancen auf den Relegationsplatz. „Das Unentschieden ist gerechtfertigt, aber für beide zu wenig. Es war praktisch ein Spiel für Spiesheim. Damit dürfte die Vorentscheidung um den Relegationsplatz gefallen sein“, bilanzierte Wendelsheim/Kriegsfelds Sportlicher Leiter Andreas Hahn kurz nach Spielschluss. Hinter dem groß gewachsenen Innenverteidiger lagen intensive 90 Minuten, in denen beide Mannschaften gute Möglichkeiten hatten, die drei so wichtigen Punkte einzufahren, es letztendlich aber nicht schaffen sollten. Auf schwer bespielbarem, tiefem, aber auch sandigem Hartplatz in Wendelsheim gab es zunächst kein langes Abtasten. Viele Torraumszenen und Zweikämpfe sorgten für einen rassigen Beginn. Die erste Gelegenheit bot sich den Gästen, die über links einen Angriff initiierten. SG-Torhüter Matthias Raab fing die Hereingabe von Daniel Gega-Haxhiu jedoch ab und leitete den direkten Gegenangriff ein. Nur wenige Sekunden später landete der Ball bei Moritz Hahn, der sich stark durchsetzte und vor dem Tor eiskalt blieb. 1:0 für SG Wendelsheim/Kriegsfeld nach zwei Minuten – ein Start nach Maß. Doch die Gäste zeigten sich keineswegs geschockt und drängten auf den Ausgleich. Stürmer Ardijan Dautaj traf in der fünften Spielminute die Latte, kurz darauf parierte Raab einen Freistoß von Mittelfeldregisseur Marcel Flick, ehe es wieder Dautaj war, der nach einem langen Ball knapp vorbeischoss. Die Gäste waren feldüberlegen und versuchten trotz des schwierigen Untergrundes viel fußballerisch zu lösen. „Das ist die Vorgabe unseres Trainers“, erklärte SG-Sprecher Güven Uzpak. Gastgeber Wendelsheim/Kriegsfeld lauerte auf Konter und blieb über Standards gefährlich. So auch nach einer guten Viertelstunde, als Tobias Engert eine Freistoßflanke per Kopf zu Moritz Hahn verlängerte, der den Ball per Dropkick ans Lattenkreuz feuerte. Nach dem rasanten Beginn verflachte die Partie in der Folge ein wenig. Weinheim/Heimersheim hatte mehr Ballbesitz, konnte sich aber keine zwingenden Gelegenheiten erspielen. Wendelsheim/Kriegsfeld konnte seinerseits bis auf eine Engert-Chance (37.) kaum für Entlastung sorgen. Die 1:0-Pausenführung schmeichelte den Hausherren. Der zweite Spielabschnitt schickte sich an, den ersten zu kopieren. Allerdings mit umgekehrten Vorzeichen, denn dieses Mal waren es die Gäste, die nach wenigen Minuten jubelten. Naji Assaker hatte aus der eigenen Hälfte heraus einen weiten Pass über Freund und Feind hinweg geschlagen. Dautaj reagierte am schnellsten, entwischte seinen Bewachern und hob den Ball über den herauseilenden Raab hinweg in die Maschen (50.) – 1:1. Der Ausgleich und der einsetzende Regen machten das Spiel offener. Weinheim/Heimersheim drängte jetzt auf den Auswärtssieg, Wendelsheim/Kriegsfeld verteidigte leidenschaftlich und setzte immer wieder Nadelstiche. Mehrfach lag ein Treffer in der Luft, der aber nicht mehr fiel. Die Punkteteilung wird dem Spielverlauf gerecht, was sowohl Uzpak als auch Andreas Hahn bestätigten. Uzpak: „Wir gehen hier mit einem lachenden und einem weinenden Auge raus. Es ist schade, weil wir über weite Strecken dominiert haben, können am Ende aber auch froh sein, nicht noch verloren zu haben. Uns hat vorne das Schussglück gefehlt. Für den Aufstieg war das zu wenig.“ Hahn: „Beim Gegentor haben wir blöd gestanden, aus unseren Situationen müssen wir mehr machen. Normal sind gerade Standards eine unserer Stärken. Beide Mannschaften hatten vor dem Spiel personell viele Ausfälle, der Gegner konnte das etwas besser kompensieren. Insgesamt geht das 1:1 in Ordnung.“ So spielten sie SG Wendelsheim/Kriegsfeld: Raab - Kanaan, Andreas Hahn, Loewen, Bungert - Rothley (66. Fischer), Weyrauch, Hösl, Knust, Moritz Hahn - Engert SG Weinheim/Heimersheim: Schäfer - Storck, Funk, Jungk, Stauf - Flick, Assaker, Gega-Haxhiu - Mottausch, Dautaj, Kellermann (85. Germann) Tore: 1:0 Moritz Hahn (2.), 1:1 Dautaj (50.) – Gelbe Karten: Bungert, Hösl - Storck, Jungk - Beste Spieler: Raab, Engert, Moritz Hahn – Mottausch, Dautaj, Flick - Zuschauer: 60 - Schiedsrichter: Colak (Kempten).