Donnersbergkreis Präsident als Karawanenführer
Über drei Stunden hinweg bot der 1. Donnersberger Carneval-Verein ein buntes und abwechslungsreiches Programm im Rahmen seiner Prunksitzung am Freitag. Geprägt war das Geschehen durch humorvoll Büttenreden, rhythmische Tänze und klangvolle Liedvorträge.
Die Bühne verwandelten fleißige Hände in eine Wüste. Die Mitglieder des Elferrates präsentierten sich als wilde Tiere, so beispielsweise der Prinz als Löwe. Sitzungspräsident Günter Bräun war als Karawanenführer präsent in Begleitung der ersten Vorsitzenden Melanie Klein. Als „Frau vom Elferrat“ nehme sie die Freundschaft zwischen dem Donnersberger Carneval-Verein und ihrem Club, der Karnevalgesellschaft „Die Wasserhinkle“ Altrip, sehr genau, betonte Esther Lelle. Humorvoll erinnerte sie an die gemeinsame, mehrstündige Weinprobe, die auch nicht ohne Folgen geblieben sei. Eine wahre Geschichte hat sie in eine stimmungsvolle Büttenrede gepackt und über ein glückliches Ende berichtet. Die Bütt nutzte „Bäuerin“ Gunter Hilgert vom Alsenzer Carneval-Verein, um ihre Meinung zu sagen. Zunächst aber begab sie sich in den Bereich der Landwirtschaft und erläuterte die Melkvorgänge detailliert und ausführlich. Stöhnend schilderte die Bäuerin ihre Last mit dem Viehzeug. „Eine Kuh macht muh, viele Kühe machen Mühe“, resümierte sie das Landleben. Dennoch möchte sie es nicht missen und weiterhin genießen. Einen regelrechten Sprachkurs bot Melanie Klein, die fasnachtliche Schlagwörter gekonnt und humorvoll in die englische Sprache umwandelte. Das Helau wurde dann zum „Halli Galli“ und Till Eulenspiegel wird zum Till Uhu. In den Pausen sei der „Pinkel-Pott“ ganz wichtig, betonte Klein, und der Sitzungspräsident sei der „Master of Desaster“. Als „Schnooge“ stieg dann Sitzungspräsident Günter Bräun in die Bütt. Sie sei zwischen Rhein und Saar sehr aktiv. Ihr Leben bestehe hauptsächlich aus Saugen. Wenn dann noch Alkohol im Blut zu finden sei, sei das für sie ein Feiertag. Trotz ihrer Flügel und des Rüssels konnte sie die Flugbahn nicht mehr halten. Es folgte ein Absturz für die zarte „Schnooge“. Damit sich dies nicht wiederhole, ging sie dann schloofe. „Gourmet“ Oliver Koop vom Vollmar`schen Männerchor Kaiserslautern plauderte über seine Erlebnisse im Feinschmeckerlokal. Das aus mehreren Gängen bestehende Menü begann mit einem hellen Süppchen. Dabei sei ihm mehr Wasser im Mund zusammengelaufen als Flüssigkeit in der Suppentasse zu finden war. Dann begann das Versteckspiel, denn die folgenden Speisen blieben unter einem Deckel verborgen. Den Reigen der Tänze eröffneten die Kids aus den Reihen des Veranstalters mit einem flotten Gardetanz. Die gleiche Formation unter Leitung von Kerstin Drumm überzeugte mit ihrem Schautanz. Die vielen kleinen Eisköniginnen heizten dem begeisterungsfähigen Publikum so richtig ein. Mit einem anspruchsvollen Figurentanz überzeugte die Garde aus Dreisen, die durch ihre Präzision bestach. In keiner Weise standen die „Blau-Weißen Funken“ diesen Leistungen nach. Ausdrucksstark präsentierten sie den karnevalistischen Gardetanz. Auch für den Schautanz zeichnete Martina Baumgarten verantwortlich. Michael Jackson war für einen Abend von den Toten erwacht und erschien gleich neunfach in der Nordpfalz. Nach einem imposanten Lichtspiel folgte ein tänzerischer Leckerbissen. Im zehnten Jahr wirbelte Jule Feller aus den eigenen Reihen als Tanzmariechen über die Bühne, trainiert von Markus Marschall. Perfekt wie gewohnt zelebrierte sie einen Mariechentanz mit gekonnten Sprüngen und Überschlägen. Eine Hitparade präsentierte der Vollmar`sche Männerchor. Dabei stellte Moderatorin Nadine Mangold so namhafte Künstler wie Nana Mouskouri (Weiße Rosen aus Athen), Margot Hellwig (Servus grüezi), Marianne Rosenberg (Er gehört zu mir), Andrea Berg (Du hast mich 1000 Mal belogen) und die am Rosenmontag geborene Margit Sponheimer vor. Einen Glanzpunkt setzten die „Sängerfreunde Steinbach“. Sie gingen auf große Seefahrt, um frei für den Wind zu sein. Sie baten den Kapitän um Mitnahme in die weite Welt, und nach einem Abstecher bei der Bundeskanzlerin folgte der Abschluss in Sankt Pauli bei Nacht. Natürlich durfte die besungene Leberwurst nicht fehlen. Eine perfekte Vorstellung bot das Steinbacher Männerballett. Als Bergleute fuhren die Akteure mit ihrem Handwerkszeug in die „Schdoabacher Grube“ ein, und nach ihrem Erscheinen am Tageslicht stellten sie ihre Pickel beiseite, um staubgeschwärzt eine tänzerische Glanznummer zu bieten, einstudiert von Ina Betz. Einen krönenden Abschluss setzten die „Lautrer Nachtkappe“ vom Vollmar`schen Männerchor. Mit Stimmungsliedern rundeten sie ihren klangvollen Beitrag ab. (llw)