Donnersbergkreis Potzbach: Aus Leichtsinn 2000 Quadratmeter Wald bei Potzbach in Brand gesetzt
Das hätte gründlich schiefgehen können: Einen Waldbrand auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern südlich von Potzbach konnten die Feuerwehren aus Winnweiler und Lohnsfeld am Dienstag dank ihrer schnellen Alarmierung noch unter Kontrolle bekommen. Entstanden war das Feuer durch ein gefährliches Zusammenwirken von Trockenheit und einer gehörigen Portion Leichtsinn.
Wie die Feuerwehr Winnweiler am Mittwoch mitteilte, waren die Einsatzkräfte wegen einer Rauchentwicklung alarmiert worden, erkannten aber bereits bei ihrer Anfahrt, dass es sich um ein offenes Feuer handelte. Schnell wurde auch klar, dass sich dieses wegen der extremen Trockenheit mit hoher Geschwindigkeit ausbreitete. Umstürzende Bäume auf dem unwegsamen Gelände erschwerten die Arbeit.
Wasserrucksäcke bewähren sich im Einsatz
Die Wehren Falkenstein, Steinbach, Otterberg und Göllheim wurden nachalarmiert. Zirka 30 Minuten nach Eintreffen der ersten Kräfte war das Feuer unter Kontrolle, es konnte verhindert werden, dass die Flammen auf ein landwirtschaftliches Anwesen in der Nähe oder auf weitere Teile des Waldes übergriffen. Bewährt haben sich nach Angaben der Feuerwehr bei diesem Einsatz die im vergangenen Jahr angeschafften Wasserrucksäcke, da sie gerade im unwegsamen Gelände ein schnelles und effektives Vorgehen ermöglichten.
Auch der Brandschutz-Rettungswagen des Kreises war vor Ort und versorgte einen Feuerwehrmann, der unter Kreislaufproblemen litt. Ausgelöst wurde der Brand durch illegale Müllverbrennung, die Polizei nahm die Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung auf. Die Feuerwehr appelliert in diesem Zusammenhang an die Bevölkerung, auf offenes Feuer in der Nähe von Wäldern und Wiesen wegen der anhaltenden Trockenheit und dem damit verbundenen hohen Waldbrandrisiko unbedingt zu verzichten.