Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Personalmisere bremst den neuen Schwung des TuS Rüssingen

Eray Öztürk vom TuS Rüssingen (weißen Trikot) im Spiel gegen den FKP II.
Eray Öztürk vom TuS Rüssingen (weißen Trikot) im Spiel gegen den FKP II.

Nach dem überraschenden Punktgewinn gegen Basara Mainz war Verbandsligist TuS Rüssingen am vergangenen Sonntag spielfrei und konnte die Leistung nicht bestätigen. Ob auch gegen den Tabellensechsten TuS Marienborn (So. 15 Uhr) eine Überraschung gelingt, wird sich zeigen.

Gegen die „Diamanten“ aus der Landeshauptstadt hat der TuS seinen ersten Saisonpunkt geholt, was laut Spielertrainer Behcet Öztürk der Stimmung im Kader sehr gut getan hat. Im Rückblick ist er sogar ein bisschen enttäuscht, dass es nicht mehr geworden ist. „In der Schlussphase sind wir zwei Mal alleine aufs Tor gelaufen, aber leider nicht getroffen. Da hätten wir das Ding sogar komplett drehen können“, sah er durchaus Siegchancen für sein Team, das ein 0:1 bis dahin in ein 1:1 verwandelt hatte.

Aykan Aydin muss passen

Da das Wiederholungsspiel gegen den TuS Steinbach dem Wetter zum Opfer fiel, hatten die Rüssinger zwei Wochen Zeit, um ihre Wunden zu kühlen und vielleicht den ein oder anderen Spieler wieder fit zu bekommen. Das ist leider nicht gelungen, die personelle Misere hat sich sogar noch verschlimmert: Von den 14 Spielern, die bei dem Basara-Spiel im Kader standen, stehen vier wohl nicht zur Verfügung. Deniz Ertas muss arbeiten, Tolga Karlidag, Behcet Öztürk und Aykan Aydin sind verletzt oder krank.

Aydin stand gegen Basara zum ersten Mal im Rüssinger Kader und traf nach seiner Einwechslung auch gleich zum Ausgleich. Er stand schon vor der Saison auf der Liste der Neuzugänge, ist aber kurzfristig in die Türkei gegangen, um es dort in höherklassigen Ligen zu probieren. Das hat für ihn nicht geklappt, jetzt ist der Ex-Pfeddersheimer wieder zurück in Deutschland und war auch direkt spielberechtigt. „Allerdings mit etwas Trainingsrückstand“, wie sein Trainer sagt.

Auf der letzten Rille

Schon im Spiel in Bodenheim (1:4-Niederlage) hatte Öztürk einen Aufwärtstrend bei seinem Team festgestellt. Dieser hat sich gegen Basara fortgesetzt. „In beiden Spielen hat die Mannschaft gesehen, dass ein Rückstand nicht gleichbedeutend mit einer Niederlage ist. Man kann ein 0:1 auch wieder aufholen. Wir wollten eigentlich versuchen, den Schwung mitzunehmen, aber irgendwie läuft in dieser Saison alles gegen uns“, spielt Öztürk auf die erneute Personalmisere an. Möglicherweise stehen ihm am Sonntag gerade einmal elf Spieler zur Verfügung. Alles andere als gute Voraussetzungen, um den nächsten Punktgewinn anzupeilen. In insgesamt sechs Jahren spielten die beiden Mannschaften in der Verbandsliga gegeneinander, dabei konnten die Mainzer Vorstädter nur einmal in Rüssingen gewinnen. Ob es dabei wohl bleibt?

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