Donnersbergkreis „Partie mit Anstand zu Ende gespielt“

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BINGEN. „In der ersten Halbzeit war die Hassia optisch überlegen, trotzdem sind wir nur sehr unglücklich in Rückstand geraten und haben uns in fünf Minuten sehr viel selbst kaputt gemacht.“ Für Jürgen Giehl, Trainer des ASV Winnweiler, war die Verbandsliga-Partie in Bingen bereits nach 45 Minuten entschieden. 2:0 führte da die Heimmannschaft, ließ den ASV dabei nie zur Entfaltung kommen, hatte selbst aber bis zu einer Reihe von Fehlern oder unglücklichen Aktionen der ASV-Abwehr wenig gelungene Aktionen. Am Ende stand es 4:0 für den Gastgeber.

Erst fiel nach Doppelpass von Alexandru Baltateanu mit Sascha Kraft die Führung. Der Schuss des Rumänen aus halbrechter Position landete zwar unhaltbar in den Maschen (41.), aber nur deshalb, weil er abgefälscht war. Vier Minuten später hieß es gar 2:0. Eine Ecke von Philipp Schrimb köpfte Fabian Liesenfeld vom Elfmeterpunkt aus Richtung Tor, wo Adrian Simioanca aus der Drehung noch den Fuß ans Leder bekam. Gleich zweimal hatte der ASV in dieser Phase förmlich um ein Gegentor gebettelt: Erst hielt Christoph Scharfenberger den Kopf in eine Serdar-Flanke und verfehlte das eigene Gehäuse nur knapp (43.), eine Minute später forderte Christian Geissler den eigenen Torwart Robin Assel zu einer Glanztat, als er nach Pass von Liesenfeld auf Schrimb gerade noch den Fuß an den Ball bekam und diesen aus 18 Metern gegen die Laufrichtung des Torstehers spielte. Der anschließenden Eckball brachte den beschriebenen Halbzeitstand. Winnweiler wurde vor dem Wechsel insgesamt nur zweimal gefährlich. Erst scheiterte Waldemar Schneider mit einem abgefälschten 30-Meter-Freistoß an Pascal Eder im Hassia-Tor, dann pfiff ein 25-Meter-Freistoß von Christian Vollmer haarscharf am Gehäuse vorbei. Nach dem Wechsel hatten die Gäste zunächst Oberwasser. Schneider zwang Eder mit einem Freistoß zu einer Glanztat (48.). Dann war es vorbei: Die Hassiaten rissen mit schnellen Angriffen immer wieder Löcher in die aufgerückte Abwehr und wurden belohnt: Nach Foul von Pascal Hertel an Liesenfeld pfiff der in einer fairen Partie wenig geforderte Schiedsrichter Tom Bauer Elfmeter (54.). Baltateanu nutzte die Chance ebenso wie kurze Zeit später Mükerrem Serdar (60.). Schrimb war von Hertel gehalten worden. In der Schlussphase hätte Liesenfeld das Ergebnis noch höher schrauben können. Auf der anderen Seite rettete Eder bei einer Flanke von Christian Vollmer und der Volleyabnahme von Simioanca Richtung eigenes Tor (69.) artistisch. „Leider haben wir unsere Chancen nach dem Wechsel nicht genutzt“, meinte Jürgen Giehl. Der erste Elfmeter sei zudem eine Fehlentscheidung gewesen. „Danach haben wir die Partie mit Anstand zu Ende gespielt“, wusste der Trainer des ASV, dass es ab der 60. Minute für sein Team nur noch um Schadensbegrenzung gehen konnte. So spielten sie ASV Winnweiler: Assel - Geissler, Siebecker, Scharfenberger, Orschiedt - Hertel (63. Maurer), Giehl - Ahrens (80. Steigerwaldt), Schneider (85. Schönmayer), Vollmer - Schmitt

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