Kommentar Ohne Auto geht’s nicht

Die Arbeit der drei Arbeitskreise war sinnvoll und hat vieles zutage gefördert, was sicher von weiten Teilen der Bevölkerung schon gewünscht wird. Mit etwas Heckenschnitt und kleineren Umbaumaßnahmen sind bestehende Wege in Winnweiler mit geringem Aufwand zu verbessern und attraktiver zu machen. Die Verkehrsschau wird auch zeigen, welche Chancen auf Tempo 30 bestehen.
Doch bei allen Bemühungen bleiben die Belange der Autofahrer außen vor. Zwar wurde sich um die Entschärfung von Gefahrenstellen bemüht, doch auf mögliche Verbesserungen für Autofahrer, etwa durch die Schaffung neuer Parkflächen, ist niemand eingegangen.
Winnweiler ist verkehrstechnisch gut angebunden, verfügt über einen Bahnhof. Doch wenn im Ortskern – wo übrigens eh schon ein verkehrsberuhigter Bereich besteht – Fahrzeuge noch weiter zurückgedrängt werden, dann werden auch Kunden der Geschäfte ausblieben.
Bei all dem Guten, das die Arbeitsgruppen geleistet haben, vermisst man den Gedanken an die Gäste, die in Winnweiler einkaufen, Restaurants besuchen oder ins Museum gehen wollen. Das Auto wird noch lange den Verkehr in der Nordpfalz bestimmen, zu weit und zu umständlich werden sonst die Wege für die Menschen. Deshalb wären einige Ansätze, auch die Lage der Autofahrer zu verbessern, sinnvoll gewesen.
