Donnersbergkreis „North Point“ bei Kriegsfeld: Schulungsbereich wird wohl Ausgleichsfläche
Die Bundeswehr will nach Kriegsfeld zurückkehren. Das hat sie fast genau vor einem Jahr mitgeteilt. Axel Haas, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden, gibt sich diesbezüglich noch zurückhaltend.
2023 will die Bundeswehr damit anfangen, den logistischen Betrieb am „North Point“ wieder aufzunehmen. Bislang ist von einer gestaffelten Aufnahme die Rede, deren geplanter Abschluss Ende 2027 sein wird. 70 Millionen Euro sollen investiert werden – in die „bauliche Herrichtung, Anbindung sowie Ver- und Entsorgung der Liegenschaft. Neue Gebäude werden für Verwaltungs-, Betreuungs-, Unterkunfts- und Bewachungszwecke geplant. Zudem wird eine Feuerwache errichtet werden“, hatte ein Sprecher des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr berichtet. Er teilte zudem mit: „Das ehemalige Munitionsdepot Kriegsfeld der Bundeswehr soll zukünftig wieder für die Lagerung und Instandhaltung von Munitionsbeständen der Bundeswehr genutzt werden.“ Rund 70 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Genutzt werden soll vor allen Dingen der ehemalige Lagerbereich – besser bekannt als Bunkerstraße.
Natürlich ist auch Axel Haas die Ankündigung der Bundeswehr nicht entgangen, wie er im Gespräch mit der RHEINPFALZ sagt. In die Planungen sei er bislang nicht involviert. Der Bürgermeister gibt sich in der Bewertung noch zurückhaltend: „Wir müssen abwarten, bis klar ist, was dort alles passieren wird.“ Entscheidend sei für ihn aber auch, was die Menschen vor Ort in Kriegsfeld sagen.
Stimmungsbild im Ort positiv
Hier sei das Stimmungsbild insgesamt positiv, sagte am Mittwoch Ortsbürgermeister Albert Ziegler. „Ich höre keine kritischen Stimmen.“ Auch wenn es im Moment eher ruhig sei, so fühle er sich von Seiten der Bundeswehr weiter gut in das Thema eingebunden. So habe es unter anderem auch schon Termine mit Umweltverbänden vor Ort gegeben.
Offen war bislang, ob auch das Gelände mit dem alten Verwaltungs- und Schulungsbereich von der Bundeswehr wieder genutzt wird. Laut den Informationen, die Ziegler hat, ist das aber nicht der Fall. Es gebe diesbezüglich Überlegungen, im Schulungsbereich Gebäude abzureißen und dies als Ausgleichsfläche zu nutzen für die Gebäude, die in dem Bereich auf der anderen Seite der Straße entstehen sollen.