SPAREN MIT DER RHEINPFALZ Nils berichtet: Wie aus einfachen Materialien Weihnachtsschmuck entsteht

Schwuppdiwupp wurde aus der RHEINPFALZ eine Häusergirlande.
Schwuppdiwupp wurde aus der RHEINPFALZ eine Häusergirlande.

Nachdem wir schon gesehen haben, wie aus Müll Musikinstrumente gemacht werden können, habe ich dieses Mal die Kinder in der Kindertagesstätte Pusteblumen in Winnweiler besucht. Dort wird Weihnachtsschmuck aus ganz einfachen Materialien gebastelt.

Die Kinder sitzen mit ihren Erzieherinnen auf dem Boden und singen zur Gitarrenmusik Feliz Navidad – das heißt „Frohe Weihnachten“ auf Spanisch – und andere Adventslieder. In der Kita Pusteblume herrscht auf jeden Fall Weihnachtsstimmung. Ein Tannenbaum steht im Eingangsbereich, Rentiere schauen aus den Fenstern, und in den Gruppen wird fleißig gebastelt. Und das nicht mit schickem Glanzpapier, sondern mit Sachen, die früher oder später sowieso im Müll gelandet wären.

Bei Erzieherin Denise Wittenberg bekommt „DIE RHEINPFALZ“ eine neue Verwendung. Diese Idee hat mir als Zeitungsbiber natürlich besonders gut gefallen. Aus den Doppelseiten der Zeitung werden dicke, längliche Streifen geschnitten. Dann faltet man einen Abschnitt immer einmal links und rechts herum, bis zum Ende. Jetzt sieht es ungefähr wie eine Ziehharmonika aus. Der fünfjährige Marlon kommt gerade an den Tisch und entscheidet sich für eine Häusergirlande. Er zeichnet die Umrisse eines Hauses und eine Tür auf das Papierrechteck, sodass die Umrisse an die Seitenränder stoßen (schließlich muss die Girlande ja untereinander verbunden bleiben). Dann schneidet er die Form aus. Jetzt klappt er das Zeitungspapier auseinander und fertig ist die Girlande. „Die sieht cool aus, die nehme ich mit nach Hause“, freut er sich. Andere Kinder haben schon Herz-, Lebkuchenmänner- und Tannenbaumgirlanden gemacht, die nun am Fenster hängen. Natürlich können die Girlanden auch noch bemalt oder bestempelt werden.

Selbstgeschöpftes Papier

Bei Erzieherin Lara Bohlander werden aus alten Kronkorken im Nu lustige Rentier-Anhänger für den Weihnachtsbaum. Schon morgens haben die Kinder die Kronkorken braun angemalt. Nun kommen Augen und eine rote Bommelnase hinzu sowie entweder ein Geweih aus Tonpapier oder eine Schleife aus zusammengebundener Wolle. Noch eine Schnur hintendrangeklebt, fertig ist der besondere Weihnachtsschmuck.

In den vergangenen Wochen gab es in der Kita noch ein großes Projekt: Die Kinder haben mit Azubine Katja Schröder selbst Papier geschöpft. Dazu wurden Papierschnipsel aus dem Müll gesammelt und über das Wochenende in Wasser aufgeweicht. Anschließend wurde der Brei mit einem Pürierstab gemixt. Nun konnten die Kinder mit einem Schöpfsieb – das sieht etwa so aus wie ein Bilderrahmen – Papierbögen gestalten, weiß und bunt, manchmal noch mit Glitzer und Blüten verziert. Die wurden dann auf einer Wäscheleine getrocknet. Heute basteln die Kleinen aus ihrem selbstgemachten Papier noch weitere Anhänger für den kitaeigenen Baum, der auch sofort damit geschmückt wird. An ihm hängen nun bunte Papierkugeln, -engel, -sterne und -tannenbäume.

Nils berichtet: Wie aus Müll Musikinstrumente entstehen

So sehen die Rentiere aus Kronkorken aus.
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Der Weihnachtsbaum wird mit Anhängern aus selbstgeschöpftem Papier geschmückt.
Der Weihnachtsbaum wird mit Anhängern aus selbstgeschöpftem Papier geschmückt.
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