Donnersbergkreis „Nichts gegen den Willen der Schule“

„Der Gemeinderat hat mir einmütig, ohne Abstimmung, ein Mandat gegeben, über das Thema Gymnasiumsportplatz mit dem Schulträger und dem Schulleiter zu sprechen. Nicht mehr und nicht weniger habe ich getan.“ Das betont der Winnweilerer Orts- und VG-Bürgermeister Rudolf Jacob (CDU). Damit reagiert er auf eine Stellungnahme der Winnweilerer SPD-Fraktion vom 11. April, die sich über Jacobs Aussagen zu den Überlegungen, den Sportplatz des Wilhelm-Erb-Gymnasiums (WEG) in Bauland zu verwandeln und dafür eine neue Anlage nahe dem ASV-Platz zu bauen, „erheblich“ irritiert zeigte.
SPD-Fraktionsvorsitzender Sören Damnitz hatte in einer Stellungnahme zum Artikel „Diskussionen um Zukunft des WEG-Sportplatzes“ vom 7. April unter anderem kritisiert, dass es weder beschlossen noch vorgeschlagen gewesen sei, dass die Gemeinde einen neuen Sportplatz baue. Zudem zeigte er sich verwundert, dass das Thema nun in der Zeitung stand, im Gemeinderat aber noch nicht weiter darüber gesprochen worden sei. Die Aussagen von Damnitz bezüglich der Besprechung im Gemeinderat seien nur die halbe Wahrheit, teilt nun Jacob mit. „Bereits zum Zeitpunkt der Übernahme der Realschule plus wurde seitens des zuständigen Dezernenten der Kreisverwaltung in Frage gestellt, ob der Kreis langfristig in Winnweiler zwei Schulsportplätze unterhalten wird. Ausgehend von den Überlegungen, in Winnweiler weitere Bauplätze auszuweisen, war es eine Überlegung, wenn die Schule es möchte, einen neuen Sportplatz zu bauen, der auch der Schule zur Verfügung steht und die Fläche des jetzigen Gymnasiumplatzes zu Bauland umzuwandeln“, so Jacob. Grundlage für diese Überlegung sei gewesen, dass sich der Gymnasiumsportplatz in einem desolaten Zustand befinde. „Die Ansicht des Landrates, dass es mit ein paar Reparaturen getan sei, teile ich nicht. Ich habe auch im Kreisausschuss bei den Entscheidungen über Millioneninvestitionen in andere kreiseigene Schulen wiederholt auf die Notwendigkeit der Generalsanierung des Wilhelm-Erb-Gymnasiums hingewiesen“, betont der Ortsbürgermeister. Und fügt hinzu: „Der Kreis, der seit fast 50 Jahren von der SPD geführt wird, hat aber in den letzten 20 Jahren immer nur dann größere Summen in das Wilhelm-Erb-Gymnasium investiert, wenn es Konjunkturpakete seitens des Bundes gab. Würde sich Herr Damnitz und seine SPD im Kreis endlich dazu durchringen, auch die Gebäude und Anlagen des Winnweilerer Gymnasiums zeitgemäß zu sanieren, kämen Überlegungen seitens der Gemeinde zu Alternativen, dem Gymnasium eine vernünftige Sportanlage zu stellen, gar nicht erst in die Diskussion.“ Die Diskussion sei aber ohnehin müßig, „da sowohl der Landrat, als auch ich im Gespräch mit dem Schulleiter ganz eindeutig zum Ausdruck gebracht haben, dass hier nichts gegen den Willen der Schule betrieben wird. Da sich die Schulleitung zumindest mir gegenüber noch überhaupt nicht abschließend geäußert hat, gab es bislang auch keine Notwendigkeit, das Thema im Gemeinderat nochmals anzusprechen“, teilt Jacob mit. |red/ssl