Donnersbergkreis Nicht nachts, dafür täglich offen

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Von den Plänen der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, Bereitschaftsdienstzentralen zusammenzulegen, ist Rockenhausen offenbar weniger stark betroffen als Kirchheimbolanden. Nach seinen Informationen soll die Vertretung der Hausärzte zwar künftig nicht mehr nachts, dafür aber täglich bis 24 Uhr besetzt sein, hat Bürgermeister Karl-Heinz Seebald am Mittwoch in der Rockenhausener Stadtratssitzung mitgeteilt.

Bislang besteht das Angebot in Rockenhausen mittwochs von 14 bis donnerstags um 7 Uhr sowie freitags ab 16 bis montags um 7 Uhr. Der RHEINPFALZ-Bericht vom vergangenen Samstag, wonach der Bereitschaftsdienst in Kirchheimbolanden künftig montags, dienstags und donnerstags komplett und an den anderen Tagen ab 24 Uhr von Alzey aus geleistet werden soll, hatte für ähnliche Befürchtungen jenseits des Donnersberges gesorgt. Nicht zu Unrecht, wie Seebald im Stadtrat bestätigte: „Diese Bestrebungen sind mir bereits seit einigen Monaten bekannt.“ Ab diesem Zeitpunkt hätten sich er und VG-Bürgermeister Michael Cullmann bemüht, zum einen Informationen zu erhalten, zum anderen „das, was geplant ist, soweit wie möglich zu verhindern“. So habe man Kontakt zum Leiter der Bereitschaftsdienstzentrale in Rockenhausen, Uwe Mannweiler, aufgenommen und Gespräche mit den hier niedergelassenen Ärzten geführt. Allerdings wies Seebald darauf hin, dass es sich bei dem Angebot nicht um eine öffentliche Dienstleistung, sondern um eine gesetzliche Verpflichtung der Kassenärztlichen Vereinigung handele: Die konkrete Ausgestaltung sei folglich allein deren Sache. Das Ergebnis der Verhandlungen lasse dem Vernehmen nach für Rockenhausen eine Situation erwarten, die „für die Zukunft nicht besorgniserregend ist und mit der wir leben können“, sagte Seebald. So sei wohl mit der Kassenärztlichen Vereinigung eine Vereinbarung erzielt worden, nach der ab 1. Juli die Bereitschaftsdienstzentrale täglich – und damit an mehr Tagen als bislang – bis 24 Uhr besetzt sein wird. Zwar müssen dieser Lösung zufolge Patienten im Westkreis nach Mitternacht ebenfalls auf eine andere Zentrale – in erster Linie Meisenheim – ausweichen. Die Statistik der Vorjahre zeige jedoch, dass es nach Mitternacht nur noch sehr wenige Fälle gebe, so Seebald. Er wies darauf hin, dass die neue Regelung nach seinen Kenntnissen zunächst in eine Erprobungsphase gehen, nach einer gewissen Zeit bewertet und dann endgültig über deren Fortbestand entschieden wird. (kra) Lokalseite 3

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