Kirchheimbolanden RHEINPFALZ Plus Artikel Neuer Schwung für die Skaterbahn: Sanierung in kleinen Schritten

Die Stadt will die Skateranlage auf dem Schillerhain und das angrenzende Areal attraktiver machen.
Die Stadt will die Skateranlage auf dem Schillerhain und das angrenzende Areal attraktiver machen.

Die Skateranlage auf dem Schillerhain ist Anziehungspunkt für viele Sportler aus dem Kreisgebiet und darüber hinaus. Doch die Bahnen sind in die Jahre gekommen. Die Stadt-CDU möchte sie sanieren – und bei der Gelegenheit die gesamte Anlage auf Vordermann bringen.

Die Skateranlage auf dem Schillerhain ist sehr beliebt. Aus dem gesamten Kreisgebiet und aus den Nachbarkreisen zieht es Hobbysportler hierher, und das, obwohl die Bahnen altersgemäß porös und uneben geworden sind. Ein neuer Belag für die Bahnen, das wäre super, hatten die Sportler den Vertretern der Stadt-CDU mitgegeben, die ein Spaziergang eher zufällig dorthin geführt hatte. Aus der Begegnung wurde mittlerweile ein Projekt, das vom Stadtrat abgesegnet wurde: Die Skateranlage, das angrenzende Beachvolleyballfeld und die unmittelbare Umgebung sollen nach und nach auf Vordermann gebracht werden. Die Kosten von rund 25.000 Euro für die Sanierung des Belages der gesamten Skateranlage werden von der Stadt übernommen.

„Wir haben uns den Platz dort oben genau angeschaut und sind überzeugt, dass man wirklich etwas daraus machen könnte und sollte“, so Joachim Didier, der das Projekt zusammen mit Tobias Heilmann angestoßen hat. Was genau, das soll ein Ideenwettbewerb zeigen. Mit Flyern, die in jeden Haushalt der Stadt verteilt wurden, wird das Projekt vorgestellt, und es werden Mitmacher gesucht. „Wir suchen Leute, die Ideen haben, Leute, die anpacken können und natürlich auch Spender, die finanziell etwas auf den Weg bringen möchten“, so Didier.

Rollsportverein gegründet

Dass die Planung nicht ins Leere läuft und die neue Anlage dann auch tatsächlich genutzt wird, dafür spricht, dass vor kurzem ein Rollsportverein gegründet würde, dessen rund 14 Mitglieder allesamt aus begeisterten Skatern bestehen. Ihr Vorstand ist Christopher Horst, der mittlerweile in Alzey lebt, aber als einstiger „Kerchemer“ die Bahn am Schillerhain bestens kennt. „Wir wollen das Skaten bekannter machen und zeigen, dass es eine tolle Freizeitbeschäftigung und auch ernstzunehmende Sportart ist“, sagt er. Dass die Bahn demnächst saniert wird, freut die Skater-Gemeinde dabei sehr, die auch für die weitere Gestaltung ihre Ideen eingebracht hat.

Der (vorläufige) Plan sieht so aus: Nach der Sanierung der Anlage soll auch die Umgebung nach und nach aufgepeppt werden. „Wir haben uns vier Erweiterungsflächen vorgenommen“, erläutert Didier. Zunächst wolle man in dem Bereich rechts neben der Zufahrtsstraße zu Wald und Sportheim weitere Sitzmöglichkeiten schaffen. Die zwei Bänke dort seien zu wenig, das habe man auch immer wieder von Wanderern gehört, die sich nach ihrem Marsch hier gerne ausruhen wollten. „Schön wäre auch eine Tisch-Bank-Kombination“, so Tobias Heilmann. Man hofft auf eine Spende.

Mit Bolzplatz und Tischtennisplatte

Neben dem ebenfalls immer gut genutzten Beachvolleyballfeld soll ein Bolzplatz entstehen mit einer gemulchten Fläche und zwei Kleintoren. „Für eines davon haben wir sogar schon einen Sponsor gefunden“, sagt Didier. Damit, so der Wunsch, könnte dann das Volleyballfeld künftig einzig seiner eigentlichen Bestimmung dienen, denn der Sand dort lädt gerade kleinere Kinder zum Spielen und Buddeln ein.

In Richtung Sportheim soll ein kleiner Streifen des angrenzenden Parkplatzes durch Poller abgegrenzt und mit einer Tischtennisplatte ausgestattet werden. „Die haben wir sogar schon, sie gehört der Stadt und steht derzeit beim Bauhof“, so Heilmann. Als letzte Maßnahme sollen eventuell auf der angrenzenden Fläche ein paar Spielgeräte installiert werden, die von kleineren Kindern genutzt werden können. Das allerdings müsse zunächst mit dem Pächter der Fläche und anderen zuständigen Stellen abgeklärt werden. Für die Skater selbst ist dieser Punkt allerdings wichtig. „Wenn kleinere Kinder auf dem Skaterfeld herumspringen, dann kann das schon auch mal gefährlich werden, denn wir haben manchmal ein ganz schönes Tempo drauf und können nicht immer so schnell abbremsen. Es wäre also gut, wenn es für sie auch einen Spielbereich dort oben gäbe“, sagt Christopher Horst.

Eigene Ideen statt Planungsauftrag

Ein wenig Überzeugungsarbeit sei im Stadtrat für die Zustimmung zu diesem Projekt schon nötig gewesen. Abgesehen von der Frage, wie das denn alles finanziert werden soll, habe es auch Bedenken wegen des Standortes gegeben. „Zu weit außerhalb“, hätte manche dazu gemeint. Didier und Heilmann aber sehen diesen Nachteil nicht. „Es ist da oben immer viel los“. Trotzdem wolle man sich auch die Frage der Erreichbarkeit per Bus genauer anschauen.

Bei der Finanzierung soll es Schritt für Schritt und mit möglichst viel Eigenleistung gehen. Es soll kein Geld für teure Planungen eingesetzt werden. „Wir setzen stattdessen auf die Ideen derjenigen, die das Ganze dann auch nutzen“, so Didier und Heilmann.

Diesen schwebt übrigens vor, am Schillerhain künftig auch Kurse anzubieten oder offene Skating-Stunden, bei denen Bretter geliehen werden und Anfänger hineinschnuppern können. „Da sind dann die älteren Skater vor Ort und geben Einführungen in die Tricks und Techniken“, so Christopher Horst. Das sei es übrigens auch, was für ihn den besonderen Reiz bei dieser Sportart ausmache: „Jeder ist willkommen, Skater helfen sich gegenseitig, geben sich Tipps und gönnen den anderen ihre Erfolge“, erzählt er. Was aber nicht bedeutet, dass der sportliche Ehrgeiz fehlt. „Im Sommer planen wir, auf dem Schillerhain einen Contest zu veranstalten“, verrät Horst. Dazu wolle man die Bevölkerung auf die bis dahin hoffentlich schon neu herausgeputzte Anlage einladen.

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