Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Skateranlage Schillerhain: Was gut ist, kommt wieder

Der Untergrund der Skateranlage und der Halfpipe sind dringend sanierungsbedürftig.
Der Untergrund der Skateranlage und der Halfpipe sind dringend sanierungsbedürftig.

Der neue Vorstoß in Sachen Schillerhain kommt bescheidener daher – und könnte deshalb Erfolg haben.

„Das Naherholungsgebiet Schillerhain soll attraktiver werden – das ,Wie’ war eines der Hauptthemen bei der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbands. Die Kirchheimbolander Christdemokraten plädieren für einen Sport- und Freizeitpark.“ Diese beiden Sätze, die sich fast 1:1 auf heute übertragen ließen, stammen aus einem Artikel in der Donnersberger Rundschau vom November 2008. Damals, noch unter Vorsitz des langjährigen Stadtbürgermeisters Klaus Hartmüller, entwarf die CDU ihre Ideen für ein „Kibo 2020“, in welchem die – damals brandneue – Skateranlage und das Beachvolleyballfeld flankiert werden sollten von einem Abenteuerspielplatz, einem Kletterparcours, einem Naturlehrpfad und einer Kneippanlage.

Was dagegen heute auf den Tisch beziehungsweise in die Ideensammlung kommt, klingt wesentlich bescheidener. Es geht um eine Tischtennisplatte, die der Stadt bereits gehört, um Kleintore, ein paar Bänke und irgendwann auch um ein paar Spielgeräte für die jüngsten Besucher. Außerdem soll es nach und nach passieren, möglichst vieles in Eigenleistung, auf Spendenbasis und immer am konkreten Bedarf orientiert. Und nicht zuletzt steht der neu gegründete Rollsportverein dahinter, dem aus eigenem Interesse sehr am Gelingen der Maßnahme liegt.

Für den Platz etwas außerhalb der Stadt spricht heute sicher auch, dass das Lärmempfinden vieler Menschen sich im Laufe der Jahre gewandelt und Spiel- oder Bolzplätze nicht selten als Klagegegenstand vor dem Verwaltungsgericht landen, wie jüngst in Grünstadt und in Edenkoben geschehen. Gut möglich also, dass dem neuen CDU-Vorstoß mehr Glück beschieden ist als seinem Vorgänger vor rund 13 Jahren. Und zum Trost sei gesagt: Auch diese Versammlung war nicht völlig glücklos: Der Namensvorschlag für die „Stadthalle an der Orangerie“ , der damals aufkam, hat sich schließlich durchgesetzt.

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