Donnersbergkreis Neuer Name für Sippersfelder Schule

Mit einem neuen Namen wird die Grundschule in Sippersfeld nach den Sommerferien ihre Schüler empfangen: Die Kinder besuchen fortan die „Mosaik-Grundschule Sippersfeld“. Dieser Namensgebung hat der Verbandsgemeinderat Winnweiler endgültig den Weg bereitet. Weichen gestellt hat der VG-Rat nicht nur in Sachen Schulen: Wegweisend ist auch die Entscheidung, im Kindergarten Höringen künftig Ganztagsplätze anzubieten.
Die Anregung dazu, der Sippersfelder Schule einen Namenszusatz zu verleihen, war aus der Schule selbst gekommen. Schon im März war der Wunsch an die Verbandsgemeinde herangetragen worden. Mit dem Namensvorschlag hatte die Schule auch gleich den Entwurf für ein Logo vorgelegt. Gemäß Schulgesetz ist es indes Sache des Trägers, über eine Namensentscheidung zu befinden, zuvor allerdings sind Elternvertretung wie auch Schulausschuss zu hören. Der Ausschuss hatte zunächst auf eine Empfehlung verzichtet. Anfangs stand der Namensvorschlag „Mosaik-Schule“ im Raum. Dagegen aber waren Bedenken laut geworden; es könnte, so das Argument, Missverständnisse bezüglich der Schulform geben. Der Zusatz „Grundschule“, der klare Verhältnisse schafft, war daraufhin aufgenommen worden. Allerdings hatte sich der VG-Rat im April noch nicht zur Entscheidung durchringen, vielmehr zunächst eine Stellungnahme des Schulelternbeirats abwarten wollen. „Wir haben die Eltern angeschrieben und gefragt: Wünschen Sie überhaupt eine Namensgebung? Und unterstützen Sie den Vorschlag der Schule?“, erläuterte Verbandsgemeindebürgermeister Rudolf Jacob (CDU). Der Ausschuss habe sich im Mai mit dem Thema befasst, das auch bei einem Informationsabend erörtert worden sei. Bei einer Abstimmung hätten sich von 17 Eltern 15 für den Namen ausgesprochen, zwei hätten sich enthalten. Daraufhin habe auch der Schulträgerausschuss mehrheitlich empfohlen, den Namen zu verleihen – mit der Ergänzung Grundschule. Der Rat ist dem Elternvotum nun ebenfalls gefolgt, bei drei Enthaltungen. Einstimmig hingegen stellte sich der Rat hinter den Vorschlag, im Kindergarten Höringen Plätze mit Ganztagsbetreuung einzurichten. Die Einrichtung sei neben dem Waldkindergarten die einzige der sieben Kindergärten im Verbandsgemeindegebiet, die noch keine Ganztagsbetreuung biete. Dafür aber gebe es durchaus eine Nachfrage, so Bürgermeister Jacob. Vor allem gelte es, den Kindergarten konkurrenzfähig zu halten: Die Anzahl der kleinen Besucher sei rückläufig; denn Eltern aus Potzbach meldeten ihre Kinder lieber in Lohnsfeld an, weil es dort ganztägig betreute Plätze gebe. Laut Jacob hat die Kita-Leitung bei den Eltern den Bedarf abgefragt. Solcher bestehe nun für elf Kinder. Um die Plätze einzurichten, seien aber noch die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Vor allem sei es in der momentanen Situation nicht möglich, warmes Mittagessen aufzutischen. Dafür müsse die Küche optimiert, müsse auch Personal aufgestockt werden. Jacob rechnete vor, dass die Investition mehr als überschaubar sei. Um die Verteilerküche fit für Mittagessen zu machen, stünden Installationen, Erweiterungen und Neuanschaffungen an, die alles in allem mit 7500 Euro zu Buche schlagen. Das Essen müsse abgeholt und verteilt, danach das Geschirr gespült werden. Das sei kein allzu hoher Aufwand. Dafür eine Hauswirtschaftskraft mit 12,5 Wochenstunden einzustellen, koste pro Jahr gut 9500 Euro. Dazu seien Zuschüsse von Landkreis und Land zu erwarten. Bislang habe man dem Wunsch nach Ganztagsbetreuung stets Rechnung getragen, so solle man denn auch in Höringen so verfahren, war sich das Ratsgremium einig. Höchstens zwölf Ganztagsplätze sollten zunächst angeboten werden. Dass die Nachfrage nun merklich steige, sei bei dem eingruppigen Kindergarten nicht zu erwarten, sagte der Bürgermeister. Da die Einrichtung ursprünglich zweigruppig gewesen sei, bestehe zumindest eine komfortable räumliche Situation, die der Ganztagsbetreuung zugute komme. „Um diesen Kindergarten zu stärken, sollten wir künftig darauf hinwirken, dass die Potzbacher Kinder wieder nach Höringen statt nach Lohnsfeld kommen“, sah Jacob eine wichtige Aufgabe darin, den Höringer Bestand zu festigen. Mit einem solchen Ganztagsangebot sei es wohl leichter, künftig wieder Potzbacher Kinder zu bekommen.