Judo Neuer Dan für drei Judoka des TV Kirchheimbolanden

Die drei Prüflinge des TV Kirchheimbolanden: Paul Erich Ebert, Max Dommermuth und Lucas Schillig (von links).
Die drei Prüflinge des TV Kirchheimbolanden: Paul Erich Ebert, Max Dommermuth und Lucas Schillig (von links).

In Rodalben in der Nähe von Pirmasens wurde diesmal die jährliche Dan-Prüfung des Judo Verbands Pfalz abgenommen. Mit dabei waren drei Judoka des TV Kirchheimbolanden.

In Rodalben traten Max Dommermuth und Lucas Schillig von der Judoabteilung des TV Kirchheimbolanden zur Prüfung zum 3. Dan an, ihr Vereinskollege Paul Ebert zum 1. Dan. Vor dem hochkarätig besetzten Prüferkomitee stand die mitgereiste Fan-Gemeinde ihren Teilnehmern über die verschiedenen Prüfungsaufgaben motivierend zur Seite.

Was ist ein Dan? Der Dan ist ein Meistergrad im Judo, der sich über viele Jahre hinweg über bestandene Prüfungen erarbeitet werden kann, sichtbar durch den schwarzen Gürtel, der bis zum 5. Dan getragen wird. Danach folgen dreimal rot-weiße und zweimal rote Gürtel. Das heißt: Insgesamt sind zehn Dan-Meistergrade erreichbar. Über das Vorbereitungsjahr auf die Dan-Prüfungen hinweg gibt es fünf zu besuchende Lehrgänge an verschiedenen Wochenenden.

Spezialtechnik frei wählbar

An einer Dan-Prüfung müssen teils festgelegte, teils frei wählbare Würfe, Haltegriffe, Hebel- und Würge-Techniken gezeigt werden. Je höher der Dan-Grad, desto komplexer und theoretischer wird die Prüfung. Weiterhin besteht ein Schwerpunkt bei einer Dan-Prüfung darin, dass eine vom Judoka gewählte individuelle Spezialtechnik schriftlich, mit all ihren Prinzipien und Funktionsweisen, ausgearbeitet und dem Prüfer-Team erläutert und vorgestellt werden muss.

Spezialtechnik ist eine frei wählbare Technik des Judokas, welche zu seinen persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten passt. Für den 3. Dan beispielsweise muss der Prüfling seine Stand- und Bodentechnik unter Einbezug aller Individualitäten des Gegners, wie zum Beispiel Kontertechniken oder Befreiungsversuche, durchsetzen können.

Gewohnt professionelle Leistung

In Ergänzung zu der Vorbereitungszeit und den Wochenendlehrgängen können über die Kata-Meisterschaften genügend Punkte erreicht werden, um für die anstehende Dan-Prüfung diesen Pflichtteil bereits abzuschließen. Alternativ kann die erforderliche Kata an der Prüfung vorgeführt werden. Eine Kata ist eine eingeübte Präsentation von festgelegten Würfen und Bewegungen von zwei Judokas. Ziel einer Kata ist es, die Wurf-, Hebel-, Würge- und Halteprinzipien zu demonstrieren.

Max Dommermuth und Lucas Schillig wurden im Mai in Speyer Pfalzmeister und Vize-Pfalzmeister mit ihrer gezeigten Kata und konnten somit bereits einen Teil ihrer Prüfung bestehen. Auch Paul Ebert konnte durch seine Leistung bei der Meisterschaft diesen Pflichtbereich abschließen. Alle drei Judoka des TVK zeigten eine gewohnt professionelle Leistung und bestanden ihre Dan-Prüfungen.

Training in der Jahnturnhalle

Max Dommermuth trainiert beim TVK die Kinder- und Erwachsenengruppe, Paul Ebert die Kindergruppe. Trainingszeiten sind dienstags und freitags von 16.30 bis 18 Uhr (Kinder von fünf bis elf Jahren) und von 18 bis 20 Uhr (Erwachsene und Kinder ab zwölf Jahre). Ein Schnuppertraining ist am ersten Freitag im Monat. Trainingsort: Jahnturnhalle, Schillerstraße 13, in Kirchheimbolanden.

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