Kirchheimbolanden RHEINPFALZ Plus Artikel Neueröffnung: „Gutbürgerliche Küche“ ab Februar

Christin (links) und Monika Bergsträsser vor der Gaststätte „Zur Mälzerei“.
Christin (links) und Monika Bergsträsser vor der Gaststätte »Zur Mälzerei«.

Schon bei der Besichtigung der Gaststätte habe sie sich gleich heimisch gefühlt: Am Mittwoch, 15. Februar, eröffnet Christin Bergsträsser gemeinsam mit ihrer Familie das Restaurant wieder, in dem sie aufgewachsen ist. Im vorigen Jahrtausend hatten ihre Eltern dort das Sagen gehabt, nun ist es (zunächst) ein echtes Familienprojekt.

Ein Bild an der Wand zeigt die kleine Christin Bergsträsser beim Prosten mit Stammgästen der 1980er Jahre. Natürlich war das Glas mit Alkoholfreiem befüllt, wie Mutter Monika versichert. Zur Dekoration in der Gaststätte „Zur Mälzerei“ in der Dr.-Edeltraud-Sießl-Allee der Kleinen Residenz zählen einige solcher Bilder von früher. Es soll alles „im Brauhaus-Stil“ gehalten werden, um der direkten Umgebung, der Mälzerei der Bischheimer Firma Bindewald, Rechnung zu tragen. Derzeit wird noch ein wenig umgestaltet, einiges von dem, was die Vorgänger im Restaurant gelassen haben, passe aber auch weiterhin gut rein, sagt Bergsträsser.

Jene Vorgänger, Marina und Ivica Dalic, hatten das Lokal mit ihrer kroatischen Küche im Juli 2022 offiziell geschlossen, weil ihr Koch nach einer Corona-Erkrankung nicht mehr weitermachte. Zu diesem Zeitpunkt betrieben Christin und Monika Bergsträsser noch die Cafeteria des Westpfalz-Klinikums in Kibo. Fünf Jahre lang haben sie das getan, nun geht’s zurück an die Mälzerei, wo sie gemeinsam mit Koch und Ehemann beziehungsweise Vater Mario ein wahrhaftes Familienprojekt starten.

Gastronomie-Gen vererbt bekommen

Es ist eine Rückkehr: Schon 1985 hatten die Bergsträssers, in dem Fall Monika und Mario, die Gaststätte „Zur Mälzerei“ übernommen. Nachdem sie zuvor im Fuchshof – wo sich heute die Polizeiinspektion befindet – Gäste bewirtet hatten. Zum ersten Mal begegnet waren sich die beiden in der Küche des Forsthauses Vorholz, berichtet Monika Bergsträsser, die seit fast 50 Jahren in der Gastronomie tätig ist. Und Tochter Christin hat das Gastro-Gen fast schon zwangsläufig vererbt bekommen, wie sie selbst sagt. Von 2011 bis 2017 hat sie das Donnersberger Waldhaus geführt, auch da konnte sie auf die Unterstützung der Familie bauen.

Diesmal soll es ein Familienprojekt auf Zeit sein. Nach gelungener Startphase soll nach und nach neues Personal integriert werden. Fürs erste allerdings „könnte ich mir noch gar nicht vorstellen, zu Hause zu bleiben“, sagt Monika Bergsträsser (63), in deren Aufgabenbereich neben dem Service vor allem das Backen der Kuchen und Torten fällt. So wie schon in der Cafeteria, so wie schon damals im Forsthaus Vorholz.

Türen öffnen erstmals Mitte Februar

Das Reich der Chefin Christin Bergsträsser (40) und ihres 30 Jahre älteren Vaters Mario wird die Küche sein, die bereits mit einigen neuen Geräten ausgerüstet ist – unter anderem, um das zusätzlich geplante Catering-Geschäft bewältigen zu können. Im Lokal soll es vor allem die „gutbürgerliche Küche“ sein, die in der näheren Umgebung zuletzt etwas gefehlt habe, sagt Christin Bergsträsser. „Es sind sehr viele Familienrezepte“, berichtet sie – also schon ein wenig wie beim ersten Gastspiel der Bergsträssers in dem Lokal, „aber alles natürlich weiterentwickelt“.

Die Karte soll Deftiges, Pfälzisches ebenso enthalten wie Vegetarisches. Auch ein wechselndes Tagesessen steht auf dem Plan, Mittagstisch ist mittwochs bis freitags von 11 bis 14.30 Uhr vorgesehen. Danach öffnet das Lokal wieder um 17 Uhr. Montag und Dienstag sind als Ruhetage eingeplant. Samstags (ab 14 Uhr) und sonntags (ab 11 Uhr) soll durchgängig bis 22 Uhr geöffnet sein. Zum ersten Mal nach mehrmonatiger Pause öffnet die Gaststätte „Zur Mälzerei“ ihre Türen am Mittwoch, 15. Februar, um 17 Uhr. Für Christin Bergsträsser kann es gar nicht schnell genug gehen: „Das hier war für mich immer wie Zuhause.“

x