Donnersbergkreis Neue Nummer für Polizei Rockenhausen
Warum ändert sich die Nummer von Rockenhausen, die von Kirchheimbolanden aber nicht?
Weil der Donnersbergkreis in Sachen polizeiliche Zuständigkeit zweigeteilt ist. Ihre Telefonnummern ändern nur die Polizeidienststellen, die zum Polizeipräsidium Westpfalz gehören. Das gilt auch für die Polizeiinspektion Rockenhausen. Die PI Kirchheimbolanden dagegen gehört zum Polizeipräsidium Mainz und ist deshalb von der Umstellung aktuell nicht betroffen. Die neue Telefonnummer von Rockenhausen ist gültig ab dem 23. Januar und lautet 0631 369-14699. Ganz wichtig: Immer die Vorwahl 0631 für Kaiserslautern eintippen, auch wenn es sich eigentlich um ein Ortsgespräch handelt. Dort ist das Polizeipräsidium Westpfalz ansässig, die oberste Dienststelle der Ordnungshüter in der Region. Achtung: Auch die Nummer für Faxe an die PI Rockenhausen wird sich ändern. Hier gilt dann aber nicht die Kaiserslauterer, sondern die Mainzer Vorwahl. Die Nummer lautet 06131 4868-7913.
Wie wird der Rufnummernwechsel begründet?
Begründet wird der Wechsel mit der Umstellung auf eine neue Telefonanlage im gesamten Bereich des PP Westpfalz.
Droht nun in Notlagen ein unnötiger Zeitverlust, wenn man erst umständlich die neue Telefonnummer der Polizei heraussuchen muss?
Um im Falle eines Falles die Polizei rasch erreichen zu können, haben viele Menschen aus dem Donnersbergkreis die entsprechende Rufnummer im Kontaktverzeichnis ihres Telefons oder Handys hinterlegt. Diese Einträge müssen sie nun rechtzeitig ändern. „Hilfesuchenden bleibt es aber auch nach der Umstellung der Telefontechnik weiterhin unbenommen, in kritischen Situationen den bekannten Notruf unter der 110 zu wählen“, sagt Diana Sponitz, Sprecherin des PP Westpfalz. Denn diese bundesweit einheitliche Notrufnummer – die übrigens keine Vorwahl hat – sei von den Änderungen nicht betroffen.
Aber warum werden die Telefonnummern überhaupt geändert?
Dass sich die Nord-, West- und Südwestpfälzer an neue Polizeirufnummern gewöhnen müssen, ist nach Sponitz’ Worten auf einen Technikwechsel zurückzuführen. Dieser umfasse den Abbau der alten Multiplex-Anschlüsse und ermögliche die technisch zukunftssichere Installation neuer SIP-Trunks. Damit ist gemeint, dass alle Telefonanlagen der Polizei ans Internet und moderne Clouddienste angebunden werden. „Ein weiterer Vorteil der Umstellung ist die in diesem Zuge eingeführte landesweite einheitliche Rufnummernstruktur“, argumentiert die Sprecherin.
Der Serviceprovider, also der Netzanbieter wie etwa die Telekom oder Vodafone, werde hingegen nicht gewechselt. Für alle Dienststellen in ganz Rheinland-Pfalz werde das Umstellungsprojekt zentral vom Polizeipräsidium „Einsatz Logistik und Technik (PP ELT)“ in Mainz geführt.
Hätten die Beamten ihre alten Telefonnummern nicht einfach behalten oder mitnehmen können – so wie Privathaushalte dies bei einem Anbieterwechsel tun?
Wie die Pressesprecherin erläutert, wurden die neuen Rufnummern durch die Bundesnetzagentur zur Verfügung gestellt. Die alten Amtsanschlüsse der einzelnen Polizeidienststellen habe man in diesen zugeteilten Rufnummernblock nicht mehr integrieren können. Zudem seien die neuen Nummern im Interesse eines landeseinheitlichen Konzepts.
Werden die bisherigen Rufnummern komplett abgeschaltet? Oder kann ein Anrufer, der künftig die alte Nummer wählt, automatisch auf die neue 0631er-Nummer weitergeschaltet werden?
Wer nach dem Umstellungstermin noch die alten Kopfnummern der Dienststellen anruft, also in Rockenhausen beispielsweise 06361 9170, wird vorerst „automatisch auf eine Nebenstelle des neuen fünfstelligen Nummernplans weitergeleitet“, sagt Diana Sponitz. Allerdings wisse man nicht, wie lange der Netzbetreiber diese Möglichkeit aufrecht erhält. Den Anrufern werde also zumindest eine Eingewöhnungsphase zugestanden.
Wie lässt sich ausschließen, dass beim Googeln der gewünschten Polizeiinspektion künftig eine veraltete, also abgeschaltete, Telefonnummer im Internet angezeigt wird?
„Wir werden zum Stichtag auch auf Plattformen wie Google eine Änderung der Nummern beantragen“, erklärt die Sprecherin des Polizeipräsidiums Westpfalz. „Da aber jeder Nutzer bei Firmeneinträgen eine Änderung vorschlagen kann, können wir natürlich nicht garantieren, dass alle Änderungen von uns auch so beibehalten werden.“ Die Polizei versuche, durch eine engmaschige Sichtung die richtigen Nummern in der Googlesuche beizubehalten. Wer allerdings die Website der PI Rockenhausen direkt oder über das PP Westpfalz ansteuert, findet dort bereits jetzt einen entsprechenden Vermerk zur Änderung der Nummer.
Was ist zu tun, wenn man anrufen muss, aber die neue Rufnummer gerade nicht zur Hand hat?
In Notsituationen rät die Polizei, immer den Notruf 110 zu wählen. Für alle weiteren Informationen sei unter polizei.rlp.de/dienststellensuche die Dienststellensuche auf der Webseite der Polizei Rheinland-Pfalz zu finden. Dort sei immer die richtige Nummer zu finden.
Info
- Am 23. Januar wird die Polizeiinspektion in Rockenhausen auf die Rufnummer 0631 369-14699 umgestellt.
- Die PI Kirchheimbolanden ist bis auf Weiteres wie bisher auch unter 06352 911-2700 zu erreichen.
- Die Notrufnummer 110 ist von der Umstellung nicht betroffen und bleibt weiterhin aus allen deutschen Telefonnetzen ohne Vorwahl erreichbar.