Donnersbergkreis Neuanfang macht sich bemerkbar

Nicht den Ball verlieren: Beim Tennis-Camp des TCK in den Sommerferien war einiges los. Rund 30 Kinder und Jugendliche feilten a
Nicht den Ball verlieren: Beim Tennis-Camp des TCK in den Sommerferien war einiges los. Rund 30 Kinder und Jugendliche feilten an ihren Fähigkeiten und versuchten sich auch mal in anderen Sportarten.

«KIRCHHEIMBOLANDEN.» Volles Haus auf der Anlage – das wünscht sich wohl jeder Verein. Beim TC Kirchheimbolanden sorgten zuletzt knapp 30 Kinder und Jugendliche sowie fünf Trainer beim „Tennis-Camp“ für Leben auf dem Platz. Die Veranstaltung zum Ende der Sommerferien hat in der Kreisstadt Tradition. Sie ist seit über 20 Jahren fester Bestandteil der Jugendarbeit des TCK. Die wurde vor wenigen Jahren umgekrempelt – und trägt Früchte.

Es ist kein Geheimnis: Es wird immer schwieriger, Kinder und Jugendliche für Sport im Verein zu begeistern. Auch beim TC Kibo haben die Verantwortlichen das erkannt. Und reagiert: Im vergangenen Jahr haben sie einen Neuaufbau der Jugendarbeit eingeleitet. „Bisher schlägt alles sehr gut an. Wir konnten die Zahl der Jugendlichen mehr als verdoppeln. Gerade von den Minis, also Kindern im Alter von fünf bis zehn Jahren, bin ich begeistert“, zeigt sich Sportwart David Faul euphorisch. Dass man nicht alles vom einen auf den anderen Tag verändern kann, zeigt ein Blick auf die Jugendmannschaften, die für den TC Kibo in der Medenrunde 2017 spielten. „Nur“ fünf Teams konnte der Verein ins Rennen schicken. Die U9 (im „Mainzelmännchencup“), die U10 und die U12 traten in gemischten Konkurrenzen an. Bei den Mädchen der U18 ging der TCK mit zwei Mannschaften an den Start, bei den älteren Jungen konnte dagegen keine Mannschaft gemeldet werden. Faul bescheinigt dem Nachwuchs gute Leistungen und ist optimistisch, die Anzahl der Mannschaften erhöhen zu können: „Zum einen haben viele dieses Jahr das erste Mal überhaupt in der Mannschaft gespielt und konnten dennoch gleich einige Siege erringen, waren richtig heiß auf die Spiele. Zum anderen haben wir jetzt wieder so viele Kinder im Training, und es kommen wöchentlich neue, so dass wir nächstes Jahr sicher mehr Teams melden können. Dies soll zunächst eine U15 der Jungen sein, wo wir einige Talente haben. In den kommenden Jahren sollen sukzessive wieder alle Altersklassen besetzt werden.“ Um den Nachwuchs kümmern sich beim TC Kibo drei Haupttrainer mit C- beziehungsweise B-Lizenz. Im Zuge des Neuaufbaus der Nachwuchsarbeit hat der TC auch ein neues Trainingskonzept erstellt, das kostenloses Zusatztraining für Talente umfasst. Zudem sollen die Kleinsten kontinuierlich mit Kleinfeldtennis und Methodikbällen zum Zielspiel herangeführt werden. Trainiert wird nach wie vor ganzjährig – im Sommer auf den Freiplätzen hinter dem Kibo-Bad, im Winter in den Hallen der näheren Umgebung. Zu den Höhepunkten im Jahr zählen Mannschaftsspiele in der Medenrunde sowie Klub- und Kreismeisterschaften, auf die der Verein fokussiert hinarbeiten will. „Die Trainingsgruppen werden nach Spielstärke eingeteilt. Zudem bekommen alle Jugendlichen einen Schlüssel für die Anlage und können jederzeit selbstständig spielen gehen. Im Winter unterstützt der Verein die Kinder und Jugendlichen bei den Hallenkosten“, erklärt Faul. Auch abseits des Trainingsalltags versucht der TC Kibo, eine Bindung zum Verein herzustellen. Faul verweist auf die Weihnachtsfeier aller Jugendlichen, das Sommerfest und das jährliche Tennis-Camp: „Das ist schon eine Art Institution bei uns und jedes Mal ein großer Spaß. Neben Tennis werden auch andere Spiele und Sportarten wie Hockey oder Fußball in den Tag integriert, das sorgt für Abwechslung.“ Dazu können Interessierte jederzeit ein Probetraining vereinbaren. „Dafür sind wir immer offen und stellen auch alle Materialien für die ersten Wochen zum Reinschnuppern“, so Faul. Ohne Frage: Der beim TC Kirchheimbolanden angestoßene Prozess wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Doch betrachtet man sich neben der Jugend die Aktiven im Bereich der Damen und Herren, so zeigt sich auch hier ein positives Bild im Sinne der Nachwuchsförderung. Beide Mannschaften haben einen niedrigen Altersschnitt und bestehen fast ausschließlich aus ehemaligen Nachwuchsspielern aus den eigenen Reihen. Die Damen behaupteten sich souverän in der B-Klasse, und gerade das sehr junge Herrenteam um den erfahrenen Mannschaftsführer Christoph Bosch spielte eine beachtliche Saison in der A-Klasse, bei der man nur aufgrund der schlechteren „Match-Differenz“ auf dem zweiten Platz hinter dem punktgleichen SC TA Ludwigshafen landete.

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