Donnersbergkreis Nachmittag für Augen und Ohren
Literatur und Musik – dass beides gut zusammenpasst, zeigte ein besonderer Nachmittag vergangene Woche: Bei einer musikalisch-literarischen Vorführung stellte die Gemeindebücherei sechs jungen Besuchern Bilderbücher vor, die berühmte musikalische Werke kindgerecht erzählen – mit Illustrationen und CD. Zugleich präsentierten fünf Mitglieder des Musikvereins Winnweiler ihre Instrumente.
Nachdem sich die vier Bläserinnen mit Bassbegleitung vorgestellt hatten – zur Freude der Zuhörer mit der Titelmelodie der Sendung mit der Maus –, präsentierten sie einzeln ihre Instrumente. Inga Beilmann hatte ein Tenor- und ein Altsaxofon mitgebracht, Gabi Janke führte ihr Tenorhorn vor, ihre Tochter Madlen zeigte die Klarinette und Ingrid Schwede ihre Trompete. Ein Waldhorn und eine Querflöte vervollständigten die Instrumentengalerie. Geduldig erklärten die Musiker, wie man das jeweilige Instrument spielt und ließen die Kinder auch einmal selbst ausprobieren. Obwohl manchem der glänzenden Blechblasinstrumente der Ton nicht leicht zu entlocken ist, ließen sich die jungen Teilnehmer nicht beirren – wobei sich so manches Talent offenbarte. Emma etwa schaffte es, aus jedem Instrument einen klaren Ton hervorzuzaubern. Die Begabung scheint in der Familie zu liegen – ihr Vater verriet, dass er selbst Musiker sei. Derweil faszinierte Zweitklässlerin Amy ein anderes Instrument: Sie hatte Gefallen am E-Bass gefunden, den Wolfgang Stadtmüller mit Verstärker aufgebaut hatte. Büchereileiterin Heilwig Dietrich hatte die jungen Gäste und ihre Begleitungen passend zur Wetterlage mit dem Sommergewitter aus Antonio Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ begrüßt. Während der Musikeinspielungen zeigte Dietrich die liebevoll gestalteten Aquarelle im Buch. Später ließ sie mit dem Hochzeitstanz aus Bedrich Smetanas „Die Moldau“ und dem Chor der Esel aus Camille Saint-Saëns „Karneval der Tiere“ weitere Beispiele der Bilderbücher mit Illustrationen von Doris Eisenburger folgen. Marko Simsa liest die Bücher auf CD vor. Die musikalischen Werke dürften vielen Kindern bekannt sein, wie Dietrich betonte. In den umliegenden Schulen werden sie alle im Unterricht besprochen – sie stehen nun zum Nachhören und Nachlesen in der Bücherei zur Verfügung.