Donnersbergkreis Nachfolge für Pernt-Weigel soll bald gefunden werden

Voraussichtlich am 25. Februar fällt die Entscheidung, wer neuer Pfarrer der protestantischen Kirchengemeinde Winnweiler wird. Das hat Kirchenrat Wolfgang Schumacher gestern auf Nachfrage der RHEINPFALZ mitgeteilt. Dekan Pernt-Weigel hat sich Ende des letzten Jahres in den Ruhestand verabschiedet. Lösungen für die Besetzung der offenen Pfarrstellen in Alsenz sowie Dannenfels-Steinbach könnte es auch bald geben.
Am 25. Februar wird die Speyerer Kirchenregierung über die Besetzung neuer Pfarrstellen sprechen. In Winnweiler wird es keinen Dekan mehr geben. Wie berichtet, gehen die Dekanate Rockenhausen, Winnweiler, Otterbach und Lauterecken zum 1. Juni in einen großen Kirchenbezirk „an Alsenz und Lauter“ auf. Dessen Sitz wird in Otterbach sein, Dekan der Otterbacher Matthias Schwarz. In Winnweiler wird es dann eine Pfarrstelle geben. Bis zur Fusion übernimmt der Senior des Kirchenbezirks, der Alsenborner Martin Knieriemen, die Leitung des Dekanats. Die Vertretung als Pfarrerin hat derzeit Andrea Kuebart (Münchweiler) inne. Letzteres ist eine Lösung, die nicht mehr allzu lange anhalten soll, wie Schumacher berichtet. Denn für die Stelle in Winnweiler gibt es Bewerber. Der Pfarrer oder die Pfarrerin wird dann allerdings nicht ins Winnweilerer Pfarrhaus ziehen. Das soll verkauft werden, wie Presbyteriumsvorsitzende Regina Mayer-Oelrich berichtet. „Wir haben schon länger überlegt, welches Gebäude wir abgeben. Das Pfarrhaus ist durch den Wechsel ins Visier geraten“, so Mayer-Oelrich. Das habe finanzielle Gründe. „Wir müssen mehrere Gebäude unterhalten.“ Etwa Kirchen in Winnweiler und Lohnsfeld, ein Gemeindehaus oder einen Kindergarten. Mit dem neuen Pfarrer oder der neuen Pfarrerin solle dann eine Regelung gefunden werden, was eine Wohnung betrifft. Noch keine Regelung gibt es, wie es künftig in Rockenhausen weitergeht. Dekan Christian Rust geht mit Wirkung vom 1. Juni in Ruhestand. „Eine Pfarrstelle wird erst dann ausgeschrieben“, erläutert Schumacher. In Marienthal verabschiedet sich Pfarrerin Sabine Kaffka mit Wirkung zum 1. April in die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Wie es hier künftig aussieht, kann der Kirchenrat noch nicht sagen. „Auf alle Fälle wird es in Marienthal weiter Gottesdienste geben, und auch die Dienste im Krankenhaus werden besetzt“, so Schumacher. Wieder unbesetzt ist die Pfarrstelle in Alsenz – nachdem Pfarrerin Ulrike Degen im Herbst vergangenen Jahres in den Ruhestand gegangen ist und die kommissarische Vertreterin Katy Christmann nun Pfarrerin in Ebernburg wurde. Die Vertretungen für die Gottesdienste in Alsenz, Niedermoschel und Oberndorf seien jedoch geregelt. Und ein Ende der Vakanz sieht der Kirchenrat auch in Sicht. Gut möglich, dass die Kirchenregierung am 25. Februar auch hier eine Entscheidung fällt. Nachdem sich auf diese Stelle niemand beworben hatte, könnte die Entscheidung eventuell auf einen jungen Pfarrer oder eine junge Pfarrerin fallen, der oder die dann frisch ihr Examen abgeschlossen habe. Das könnte laut Schumacher auch eine Möglichkeit für die Stelle in Dannenfels-Steinbach sein. Die Kirchengemeinde gehört noch zum Winnweilerer Dekanat, das 14.600 Gemeindemitglieder hat. Der neue Kirchenbezirk „an Alsenz und Lauter“ kommt auf rund 52.000 Kirchenmitglieder. (ssl/Fotos: Nobi)