Fußball
Nach einem Eigentor läuft beim TuS Steinbach nichts mehr nach Plan
„Schade, wir müssen eigentlich nach der 2:0-Führung das 3:0 machen. Wir haben sieben hundertprozentige Chancen vergeben. Wir machen das Tor nicht, Baumholder kommt dann leider zurück“, bedauert der Steinbacher Coach. Der TuS-Kader war auch am Samstag wieder sehr dünn. Aber die Steinbacher zeigten vor 201 Zuschauern eine gute Vorstellung, waren im ersten Durchgang die bessere Mannschaft.
Vom VfR Baumholder kam zunächst sehr wenig. Die Platzherren waren mit dem 0:2-Pausenrückstand auch noch gut bedient. Ghoul gelang nach einer Viertelstunde Spielzeit das 1:0 (15.) und Ricki Schander erhöhte in der 42. Spielminute auf 2:0. In der Folge vergaben die Steinbacher kurz vor und kurz nach der Halbzeitpause den möglichen dritten Treffer.
Das Spiel nahm dann eine Wende, als TuS-Spieler Noah Nnaji ein unglückliches Eigentor unterlief – 1:2 (52.). Plötzlich bekam Baumholder Auftrieb. „Nach dem Eigentor war es so, als ob bei uns der Stecker gezogen war. Wir sind unter Dauerdruck gekommen. Es war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis der VfR das 2:2 erzielen würde“, sagte Ghoul.
„So ist Fußball“
Elf Minuten vor Schluss war es dann so weit. Raphael-Miguel Allkofer erzielte das 2:2 (79.) für Baumholder. „So ist Fußball, du hast die Chance, mehrmals mit dem dritten Treffer die Partie zu entscheiden, denn ich bin mir sicher, dass wir bei einem 3:0 das Spiel gewonnen hätten“, sagte Daniel Ghoul später und machte klar: „Andererseits muss man über den einen Punkt letztlich froh sein, denn ich glaube, ein paar Minuten mehr Nachspielzeit, und Baumholder hätte die Partie noch gedreht.“
Der Steinbacher Coach sagte: „Alles ist gerade sehr, sehr schwierig für uns. Wenn ich sehe, dass Pirmasens II an diesem Wochenende hoch verliert, weil sie nicht die Unterstützung aus der Oberliga hatten wie gegen uns zuletzt, dann fühlt man sich schon ein bisschen verulkt. Auch dass wir am Mittwoch jetzt gegen Rüssingen noch einmal spielen müssen, obwohl wir auf dem Zahnfleisch laufen, ist maximal bitter. Aber gut, wenn wir gegen Rüssingen gewinnen, sieht es gar nicht so schlecht aus.“