Alsenbrück-Langmeil Mobotix: Neuer Mehrheitseigner schon ab Mai
Nach neun Jahren steht die Firma Mobotix aus Langmeil vor einem erneuten Führungswechsel, einem „strategischen Wechsel“, wie es in einer Mitteilung des Betriebs heißt. Nachdem 2016 das japanische Unternehmen Konica Minolta den Hersteller von Überwachungskameras und intelligenten Videosystemen von Gründer Ralf Hinkel übernommen hatte, kehrt Mobotix nun in die Hände eines deutschen Unternehmens zurück. Die Certina Software Investments AG – eine 100-prozentige Tochter der Münchner Unternehmensgruppe Certina – wird vermutlich bereits ab Mai 2025 die Geschicke von Mobotix leiten. Certina hat die 65 Prozent der Unternehmensanteile übernommen, die bislang bei Konica Minolta lagen und ist damit künftig Mehrheitseigner.
Nach eigenen Angaben ist Certina darauf spezialisiert, technologiegetriebene Unternehmen weltweit auf- oder auszubauen. Laut der Mitteilung von Mobotix hat sich Certina mit der Übernahme dazu verpflichtet, bis März 2026 Investitionsdarlehen in Höhe von 53,2 Millionen Euro zu gewähren – über den Kaufpreis ist allerdings nichts bekannt. Schon im Mai soll der Wechsel abgeschlossen sein, sofern die kartellrechtlichen Genehmigungen erteilt werden. Der Wechsel sei indes wenig überraschend. Konica Minolta hatte ohnehin bereits angekündigt, mittelfristig Geschäftsbereiche außerhalb der eigenen Kerngeschäftsfelder verkaufen zu wollen.
CEO Thomas Lausten muss Mobotix verlassen
Personell zieht das an der Spitze von Mobotix ebenfalls Veränderungen nach sich. Demnach wird CEO Thomas Lausten den Betrieb nach kurzer Übergangszeit im Juni diesen Jahres verlassen. Auch der Aufsichtsrat soll neu aufgestellt werden. An Bord bleiben jedoch der technische Leiter Christian Cabirol und Finanzchef Klaus Kiener.