Donnersbergkreis Mit Hilfe von ganz oben
Stetten (kth). Eine „harte Nuss“ hatte Zellertals Trainer Achim Baldauf im Duell mit B-Klasse-Konkurrent TuS Stetten erwartet. Er bekam sie. Am Ende aber konnte seine Elf sie knacken: 4:2 (2:2) siegte die TSG gestern in einem unterhaltsamen Derby gegen Gastgeber Stetten – mit doppelter Schützenhilfe von oben.
Der Wind meinte es gut mit den Gästen aus dem Zellertal, als Oliver Korschelt in der 72. Minute zum Freistoß antrat. 45 Meter trennten den TSG-Abwehrmann vom gegnerischen Tor. Korschelt trat – und traf: direkt ins lange Eck. 3:2. Zugegeben, ganz ohne Hilfe wäre der Ball wohl nicht reingegangen. Der Wind hatte nachgeholfen. „Der Ball wurde immer länger. Unser Torhüter sah da etwas unglücklich aus“, kommentierte Stettens Spielertrainer Lars Igel den Treffer, der Zellertal auf die Erfolgsstraße brachte. Nach einem klaren Sieg für die Gäste hatte es zu Beginn der Partie noch nicht ausgesehen. Keine zehn Minuten waren gespielt, als Stettens Nils Baum in den Rücken der Gäste-Abwehr passte. Sven Groß vollstreckte zum 1:0. Eine gute Gelegenheit zum 2:0 ließ Igels Elf wenig später liegen. Stattdessen überraschte die TSG die Gastgeber mit einem Doppelschlag. Erst bekam Stettens Keeper Chris Bridgewater den Ball nicht in den Griff, der Abpraller landete bei Rico Sprenger, der zum 1:1 ausglich (25.). Fünf Minuten später war es dann Felix Grünewald, der einen Aussetzer in Stettens Defensive für sich nutzte und aus 16 Metern das Leder in den Winkel schoss. Doch der TuS steckte nicht auf. Als Schiedsrichter Fabian Schwiertz kurz vor der Pause einen Freistoß schnell freigab, nutzte Stettens Martin Rode die Unordnung in der TSG-Defensive zum 2:2-Pausenstand. In Halbzeit zwei ließen die Gastgeber noch einmal eine gute Gelegenheit liegen, als Groß frei vor dem Tor der Ball versprang. Danach aber erspielten sich beide Teams keine zwingenden Chancen mehr. Das Spiel verlagerte sich ins Mittelfeld. Beide Teams rannten an, doch Zellertal präsentierte sich kämpferisch stärker. Das Glück des Tüchtigen war denn auch auf Seiten der Gäste. Als Korschelt in der 88. Minute wieder zum Freistoß antrat, trug der Wind erneut seinen Teil dazu bei, dass die Kugel zum 4:2-Endstand ins Netz flatterte. Für Zellertals Coach Baldauf war der Auswärtserfolg im Derby ein verdienter Sieg: „Wir waren von der Anlage etwas besser, haben kaum Chancen zugelassen“, sagte Baldauf, der mit Emmanuel Nwaauzor und Robin Merz auf zwei Stammkräfte verzichten musste. Die Leistung seiner jungen Truppe stimmte den TSG-Trainer zufrieden. „Die sind natürlich noch grün. Das hat man beim 2:2 gesehen.“ TuS-Trainer Igel, für den die Partie verletzungsbedingt nach 58 Minuten beendet war, zollte dem Gegner Respekt: „ Das war ein sehr mutiger Auftritt von dieser jungen Mannschaft. Die haben alles reingeworfen“, so Igel, der alles in allem zufrieden war. „Es gab auch schon andere Spiele, in denen wir Glück hatten. Jetzt hat es eben mal nicht geklappt.“ So spielten sie TuS Stetten: Bridgewater - Nostadt, Igel (58. Enders), Rieger, Skiendziel - Pascal Weißhaupt, Schrod - Lauer (84. Sven Weißhaupt), Groß (63. Ruth), Baum - Rode. TSG Zellertal: Koch - Merkel, Korschelt, Müller, Marvin Sprenger (50. Lukas Brandmeyer) - Schwarz, Kabs - Weber (70. Zickgraf), Rico Sprenger, Philipp Brandmeyer (70. Brandt)- Grünewald. Tore: 1:0 Groß (10.), 1:1 Sprenger (25.), 1:2 Grünewald (30.), 2:2 Rode (42.), 2:3 Korschelt (72.), 2:4 Korschelt (88.) - Gelb-Rote Karte: Brandt (88.) - Zuschauer: 100 - Schiedsrichter: Schwiertz (Alzey).