Donnersbergkreis Mit blauem Auge davongekommen

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Winnweiler. Große Namen verblassen, Underdogs entwickeln ungeahnte Kräfte – oft entpuppt sich die erste K.o.-Runde im Bezirkspokal als Überraschungs-Ei. Nicht dieses Mal. Keine Sensationen, keine Pokal-Märchen: In West- und Vorderpfalz Nord lief alles „nach Plan“, einige Donnersberger Klubs kamen mit einem blauen Auge davon. Ein Streifzug durch die erste Runde.

Bezirkspokal Westpfalz Nord

Er strauchelte, zitterte und bangte. Doch der TTC Winnweiler, Primus der Bezirksliga und Pokal-Titelverteidiger, mogelte sich durch. „Wir waren erleichtert. Zwischendurch hatte ich schon gedacht, dass wir verlieren“, gab TTC-Kapitän Günter Haag zu. Beinahe das Aus in Runde eins des Bezirkspokals! Es wäre der erste Donnerhall gewesen. Winnweiler aber behielt die Nerven: Mit 4:3 bezwang der TTC den starken Bezirksklasse-Spitzenreiter SV Miesenbach um Top-Duo Uwe Leitheiser und Thomas Mitschang – weil Moritz Barkowski im Schlusseinzel einen bombastischen Auftritt hinlegte und Jens Burkhart locker 3:0 düpierte. Glück gehabt. Denn glatt lief es für den Favoriten mitnichten. 0:2 lag er hinten, später musste das Doppel Wiegand/Barkowski sogar zwei Matchbälle abwehren, um sich in Satz fünf 12:10 durchzuquälen. Die Partie stand auf der Kippe. Hätte der TTC, dem Nummer zwei Björn Böttger wegen Magenproblemen kurzfristig absagte, das Doppel vergeigt, der Traum von der Titelverteidigung wäre schon jetzt geplatzt. „Miesenbach würde so auch bei uns unter den ersten Vier stehen“, war sich Haag, der selbst auf seine Aufstellung verzichtete, sicher. Ein ähnliches Bild zwölf Kilometer weiter in Rockenhausen: Dort bekleckerten sich die TTF nicht gerade mit Ruhm – auf den letzten Drücker erzwangen sie das 4:3 gegen den unterklassigen TV Alsenborn II. Jahrzehntelange Erfahrung und eigenartiges Noppen-Material machten dem jungen Trio zu schaffen. Unnötige Spannung kam vor allem auf, weil das Doppel Michael Kuntz/Peter-Pascal Portz 2:1 in Sätzen vorne lag, dann 7:0 führte – aber die Partie leichtfertig verschenkte. „Das ärgert mich eben am meisten. Niemals darf man so ein Spiel noch hergeben“, zürnte Ex-Oberligist Kuntz. Zwei überragende Einzel gegen Walter Bode und Leonid Horelik machten ihn dann aber zum Rockenhausener des Tages. Nicht gerade eine Top-Leistung der TTF. Doch im Pokal zählt ja nur eines: das Weiterkommen. Bezirkspokal Vorderpfalz NordNein, eine Auftaktrunde nach Donnersberger Geschmack war das nicht. TTC Albisheim, KSV Breunigweiler, TSG Eisenberg – alle flogen sie raus, und das deutlich. Die Hoffnungen auf ein Final-Four-Ticket ruhen jetzt auf nur zwei Vertretern aus der Bezirksklasse. Top-Club TuS Ramsen und der SV Kirchheimbolanden sind weiter. Ein wahrer Thriller spielte sich am Freitag in der Kreisstadt ab: Den 1:2-Rückstand gegen Keller-Mannschaft TSG Grünstadt III verwandelte der SVK in ein 4:3. Nummer zwei Jan Worf sprach im Nachhinein von einem „relativ ausgeglichenen“ Pokalkampf: „Grünstadt war schon ruhiger, da hat man die Erfahrung gemerkt. Uns hat der Wechsel im Doppel aber gutgetan.“ Kirchheimbolandens Versicherung war einmal mehr Wolfgang Frank. Die Spitze fuhr zwei souveräne Einzel sowie das Doppel mit Jan Worf ein. Abgebrüht dank unorthodoxer „Scheibenwischer“-Technik. Überraschendes gab es in der ersten Runde nicht. Heißt für den SVK: Ende November wartet ein ganz schwerer Brocken... (ppp)

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