Schönborn RHEINPFALZ Plus Artikel Mit Alpakas durch die Schönborner Umgebung spazieren

Nach der Wanderung holen sich die Alpakas ihre Belohnung in Form von Futter bei Nadja Müller ab.
Nach der Wanderung holen sich die Alpakas ihre Belohnung in Form von Futter bei Nadja Müller ab.

Für die Schönborner dürfte es mittlerweile schon ein gewohnter Anblick sein, wenn Nadja Müller mit ihren Alpakas durch das Dorf zieht. Seit einigen Wochen bietet die Ortsbürgermeisterin in ihrer Heimat Alpaka-Wanderungen an.

Im Gänsemarsch ziehen die acht Alpakas durch Schönborn hinaus in die Felder. Jedes Tier wird von einer Person geführt. Ganz vorne läuft Yuri. Er gehört wie Orchi, der hinter ihm geht, zu der Rasse Suri. Die sechs anderen Tiere, die im Besitz der Familie Müller sind – Johnny, Milow, Pinsel, Bruno, Wilson und Watson – gehören hingegen zu den Huacayas.

Alpakas sind optimale Begleittiere, erzählt Nadja Müller, die zusammen mit ihrer Familie die Alpakafarm betreibt. Geknuddelt werden sie allerdings nicht so gerne, auch wenn sie noch so flauschig aussehen. „Alpakas sind keine Kuschel- sondern Distanztiere“, erklärt Müller. Natürlich dürfe man sie mal ein bisschen am Hals streicheln, aber man müsse respektieren, wenn sie das gerade nicht wollen. So läuft die Gruppe durch die Schönborner Umgebung. Es gibt eine kleine und eine große Wanderung. Zwischendurch wird auf einer Wiese Rast gemacht, damit die Alpakas eine Runde grasen können. Vorbei an der Schönen Aussicht geht es schließlich zurück in Richtung der kleinen Farm.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

Um Inhalte von Drittdiensten darzustellen und Ihnen die Interaktion mit diesen zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Mit Betätigung des Buttons "Fremdinhalte aktivieren" geben Sie Ihre Einwilligung, dass Ihnen Inhalte von Drittanbietern (Soziale Netzwerke, Videos und andere Einbindungen) angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an die entsprechenden Anbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Familie hilft mit

„Die Idee zu der Farm habe ich schon seit Jahren“, erzählt Nadja Müller, die zugleich Ortsbürgermeisterin von Schönborn ist. Alpaka-Wanderungen seien eine gute Möglichkeit, ein Abenteuer in der Natur zusammen mit Familie und Freunden zu erleben. Als sie vor fünf Jahren mit ihrer Familie nach Schönborn gezogen ist, „hatte ich immer Lust, hier etwas anzubieten“, nicht nur die klassische Wandertour. Im Kopf hatte sie schon ein Konzept ausgearbeitet, sich über Alpakas und Haltungsmöglichkeiten informiert, nur das Startkapital war nicht da.

Im vergangenen Jahr schwärmte Müller dann – ganz ohne Hintergedanken – einem Freund von ihrem Traum vor. „Und der hat dann tatsächlich gesagt: ,Ich will das mit dir machen, ich habe das Geld, ihr habt das Konzept.’ Vier Wochen später hatten wir die ersten Alpakas“, erzählt Müller, wie ihr Traum Wirklichkeit geworden ist. Nun wohnen vier erwachsene und vier junge Tiere auf der Alpaka-Farm. Sie haben verschiedene große Weiden, auf denen sie sich aufhalten können. Dabei ist die Familie inklusive der vier Kinder voll im Einsatz.

Abschluss in der Alpaka-Stube

Zum Glück seien Alpakas eher pflegeleicht. Alles, was die Tiere benötigen, sind Wasser, Heu und Wiese. „In den Sommermonaten grasen sie hauptsächlich und wir schauen, dass sie genug Wasser haben“, berichtet Müller. Bei den vier Jungtieren kam noch etwas Training dazu: „Wir haben ihnen angewöhnt, sich halftern zu lassen, sich anfassen zu lassen, damit sie mit den Wanderungen, aber auch mit dem Tierarzt gut klarkommen. Einfach, dass sie zutraulich werden.“ Die Alpakas werden auch nicht gestriegelt, weil sie das unnötigem Stress aussetzen würde. Mit der Kälte haben die Tiere wegen ihrer dicken Wolle übrigens kein Problem, aber die Sommerhitze mögen sie nicht so gerne. Da möchte Nadja Müller ihre Touren eher morgens und abends anbieten.

Zurück auf der Farm dürfen sich die Alpakas noch eine Runde Futter von den Teilnehmern abholen und werden so für ihre Wanderung belohnt. Nachdem die Tiere versorgt sind, geht es für die Teilnehmer noch in die eigens eingerichtete Alpakastube – einen Raum mit Tischen und Bänken, an den Wänden hängen Alpaka-Bilder. Auch für Verpflegung ist gesorgt. „Mir ist es wichtig, dass das Event nicht so abrupt endet, sondern alle noch ein bisschen gemütlich zusammen sein können“, erklärt Müller.

Viel für die Zukunft geplant

Bleibt es bei den acht Alpakas auf der Donnersberger Alpaka-Farm? „Wenn unsere Touren weiter so gebucht werden, wie bisher, kann ich mir gut vorstellen, dass wir bald 16 Tiere haben werden.“ So könnte die Familie Müller zwei Wanderungen pro Tag anbieten. Mehr als einmal am Tag will Nadja Müller ihren Tieren keine Tour zumuten. „Wir könnten uns sogar vorstellen in einem nächsten Schritt in ein bis zwei Jahren Alpakas vom Donnersberg zu züchten.“

Neben den normalen Wanderungen werden auf der Alpaka Farm zum Beispiel auch Geburtstagsfeiern oder Betriebsausflüge angeboten. Für die Zukunft hat Nadja Müller noch viele andere Ideen, ob Patenschaften für ihre Alpakas, Singletouren mit Speeddating, Kooperationen mit der gegenüberliegenden Gastwirtschaft von Steffen Neu oder einen Hofladen. Die Alpakas werden aus Schönborn wohl so schnell nicht wieder wegzudenken sein.

Im Netz

Alle Infos über die Alpakafarm gibt es unter www.alpaka-farm-donnersberg.de.

Die Alpaka-Führungen gehen durch die idyllische Umgebung von Schönborn. Dabei laufen die Tiere schön brav in einer Reihe – meist
Die Alpaka-Führungen gehen durch die idyllische Umgebung von Schönborn. Dabei laufen die Tiere schön brav in einer Reihe – meist sogar in einer festen Reihenfolge.
x