KIRCHHEIMBOLANDEN Meine EM: Die Schmach der Vergangenheit ist noch nicht vergessen

Dieses Bild von Thomas Müller von der WM 2022 spricht Bände.
Dieses Bild von Thomas Müller von der WM 2022 spricht Bände.

Die Fußball-EM in Deutschland ist in vollem Gange. Und wir wollen wissen, was die Donnersberger mit dem Turnier verbinden, was sie erleben, was sie freut oder ärgert – oder ob sie lieber Handball schauen. In einer täglichen Kolumne berichten wir.

Ich muss es gestehen: So wirklich begeistert vom Sommermärchen 2.0 bin ich noch nicht, und das liegt nicht am Wetter. Es liegt vielmehr an der Art und Weise, wie sich unsere Nationalmannschaft auf den Turnieren der jüngeren Vergangenheit so präsentiert hat. Da war ja dann doch noch ordentlich Luft nach oben. Da braucht es dann auch mehr als einen Sieg, um die Enttäuschungen der Vergangenheit vergessen zu lassen.

Klar, das 5:1 gegen die Schotten war ein Fest. Ein Traum-Auftakt, da kann man nicht meckern. Zwar sind die Schotten fußballtechnisch gesehen trotz ihres kernigen Aussehens eher Leichtgewichte (Rugby und Baumstämme werfen können sie besser), andererseits hätte es die Mannschaft in der späten Ära Löw sicher trotzdem mühelos geschafft, auch gegen einen solchen Gegner zu verlieren.

Vielleicht ist ja doch einiges möglich

Dass sie stattdessen endlich wieder mal gewonnen hat, lässt hoffen. Vielleicht ist das Schlimmste ja wirklich vorbei. Immerhin wurden die ersten beiden Tore von zwei der Youngster im Team geschossen. Wenn es die Mannschaft schafft, ihre mitreißenden jungen Spieler einzubinden und den Schwung aus dem Auftaktspiel in die Partien gegen Ungarn und die Schweiz mitzunehmen, könnte vielleicht doch noch einiges möglich sein. Aber erst mal abwarten. So schnell bin ich dann doch nicht bereit, die Schmach der Vergangenheit zu vergessen.

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Mitmachen

Die Fußball-EM in Deutschland: Das ist ein besonderes Ereignis. Bis zum Finale berichten wir jeden Tag an dieser Stelle über persönliche EM-Erlebnisse oder -Erinnerungen. Wir weisen auf besondere Veranstaltungen im Donnersbergkreis hin, erzählen von feiernden (oder weinenden) Fans, berichten über Public Viewing oder analysieren knallhart die Spiele der deutschen Elf als seien wir Bundestrainer. Wir fragen auch Menschen auf der Straße oder Promis, wie sie zum Turnier stehen. Wenn auch Sie liebe Leser, etwas zur EM zu sagen haben, etwas Kurioses, Verrücktes oder Emotionales erlebt haben: Schreiben Sie uns eine E-Mail an reddonn@rheinpfalz.de.

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