KIRCHHEIMBOLANDEN Meine EM: Die Schmach der Vergangenheit ist noch nicht vergessen
Ich muss es gestehen: So wirklich begeistert vom Sommermärchen 2.0 bin ich noch nicht, und das liegt nicht am Wetter. Es liegt vielmehr an der Art und Weise, wie sich unsere Nationalmannschaft auf den Turnieren der jüngeren Vergangenheit so präsentiert hat. Da war ja dann doch noch ordentlich Luft nach oben. Da braucht es dann auch mehr als einen Sieg, um die Enttäuschungen der Vergangenheit vergessen zu lassen.
Klar, das 5:1 gegen die Schotten war ein Fest. Ein Traum-Auftakt, da kann man nicht meckern. Zwar sind die Schotten fußballtechnisch gesehen trotz ihres kernigen Aussehens eher Leichtgewichte (Rugby und Baumstämme werfen können sie besser), andererseits hätte es die Mannschaft in der späten Ära Löw sicher trotzdem mühelos geschafft, auch gegen einen solchen Gegner zu verlieren.
Vielleicht ist ja doch einiges möglich
Dass sie stattdessen endlich wieder mal gewonnen hat, lässt hoffen. Vielleicht ist das Schlimmste ja wirklich vorbei. Immerhin wurden die ersten beiden Tore von zwei der Youngster im Team geschossen. Wenn es die Mannschaft schafft, ihre mitreißenden jungen Spieler einzubinden und den Schwung aus dem Auftaktspiel in die Partien gegen Ungarn und die Schweiz mitzunehmen, könnte vielleicht doch noch einiges möglich sein. Aber erst mal abwarten. So schnell bin ich dann doch nicht bereit, die Schmach der Vergangenheit zu vergessen.
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