Donnersbergkreis Mehr als 3000 Stunden löschen, bergen, retten

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Mit 157 Einsätzen für die Stützpunktfeuerwehr Winnweiler wurde im Jahr 2015 ein Rekordwert erreicht. Die Anzahl der Brandeinsätze, einschließlich Brandsicherheitswachen und Alarmierungen von Brandmeldeanlagen, lag dabei bei 40. Somit waren die Angehörigen der Feuerwehr Winnweiler etwa alle 2,5 Tage mit einer gesamten Einsatzzeit von 3120 Stunden für die Bürger der Verbandsgemeinde Winnweiler tätig und leisteten ehrenamtlich schnelle Hilfe. Manche dieser Einsätze werden die Wehrleuten wohl für immer im Gedächtnis bleiben.

Tragisch endete der Flug einer Piper PA30 am 26. Januar, bei der der Pilot ums Leben kam. Glücklicherweise der einzige Einsatz für die Winnweilerer Wehr, bei dem ein Mensch starb. Die Maschine war auf dem Weg vom Genfer See nach Mainz. Vermutlich aufgrund der Wetterlage mit Schnee und schlechter Sicht hatte der Pilot seine Flughöhe reduzierte und stürzte an den Hängen des Donnersbergs ab. Neben den Feuerwehren der Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden und Rockenhausen beteiligten sich auch die Wehren der Verbandsgemeinde Winnweiler mit etwa 50 Feuerwehrangehörigen an der Suche nach der Maschine. Nach etwa vier Stunden wurde das Flugzeug unweit des Ludwigsturms gefunden. Evakuierung nach Granatenfund Nicht alltäglich war auch der Einsatz am 21. November in der Schulstraße in Winnweiler. Bei Baggerarbeiten war eine Granate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Nachdem der Kampfmittelräumdienst die Lage beurteilt hatte, wurden die Wohnhäuser in der nächsten Umgebung evakuiert. Zur Sprengung vor Ort hob der Kampfmittelräumdienst mittels Minibagger ein etwa zwei Meter tiefes Loch aus, um anschließend die Granate mit Erdaushubmaterial wieder zu überdecken. Während dieser Zeit waren Teile der Schulstraße und Bereiche der Grundschule und Realschule Plus gesperrt. Gegen 18 Uhr wurde die Granate mit einer kontrollierten Sprengung durch den Kampfmittelräumdienst des Landes Rheinland-Pfalz entschärft. Die Sprengung war in weiten Teilen von Winnweiler gut zu hören. Verletzte oder Schäden gab es keine. Einsatz „PKW unter LKW“ Bei einer Alarmierung mit Stichwort „PKW unter LKW, eine Person eingeklemmt“ sind Feuerwehrleute immer höchst konzentriert und angespannt auf dem Weg zur Einsatzstelle. So auch am 20. Mai. In Höhe des Beschleunigungsstreifens vom Parkplatz Steinbach auf der BAB 63 fuhr ein Pkw unter den Sattelauflieger eines stehenden Lkw. Die Person im Auto war ansprechbar und nicht eingeklemmt. Sie konnte vom Angriffstrupp unter Absprache mit dem Rettungsdienst aus dem Fahrzeug befreit werden. Einen brennenden Wohnanhänger samt dazugehörigem Pkw mussten die Einsatzkräfte der Stützpunktfeuerwehr am 20. Februar auf der B 48 zwischen den Abfahrten Hochstein und Winnweiler-Mitte löschen. Der Brand breitete sich vom Wohnanhänger so rasch aus, dass es dem Fahrer nicht mehr gelang, das Gespann abzuhängen. Eine mitgeführte Gasflasche zerbarst durch die starke Wärme, verletzt wurde hierbei niemand. Für erhebliche Behinderungen sorgte ein umgestürzter Lkw samt Anhänger am 6. November kurz vor der Lohnsbachtalbrücke auf der Autobahn 63 in Fahrtrichtung Kaiserslautern. Der Laster war ohne ersichtlichen Grund auf der Fahrbahn umgekippt und mit der Fahrerseite auf der Mittel-Leitplanke zum Liegen gekommen. Der Fahrer wurde verletzt und vom Rettungsdienst betreut. Durch den Zusammenstoß mit der Leitplanke wurde der untere Dieseltank beschädigt und Kraftstoff lief aus. Die Kraftstofftanks mussten geöffnet werden, damit sie abgepumpt werden konnten. Der gesamte Einsatz dauerte etwas mehr als sechs Stunden. Es war einer von fünf Einsätzen innerhalb von rund 27 Stunden für die Feuerwehr Winnweiler. Einen größeren Küchenbrand gab es am 18. April in Hochstein. Im zweiten Obergeschoss einer Privatwohnung brach das Feuer aus. Aufgrund des Ausmaßes und der starken Rauchentwicklung wurde das Gebäude schon vor Eintreffen der Feuerwehr geräumt. Die Löschmaßnahmen wurden mit zwei Trupps im Innenangriff und einem weiteren Trupp über die Drehleiter vorgenommen. Die Brandstelle konnte schnell lokalisiert, eingegrenzt und gelöscht werden. Es befanden sich jedoch noch zahlreiche Glutnester im Bereich der Küche, die allesamt gelöscht werden konnten. Um den Bedarf an Atemschutzgeräten zu decken, wurde die Feuerwehren Münchweiler und Gonbach zur Einsatzstelle nachalarmiert. Die Feuerwehr Sippersfeld sicherte den Grundschutz im Feuerwehrhaus Winnweiler ab. Am 21. Mai forderte die Feuerwehr Enkenbach-Alsenborn im Rahmen der Nachbarschaftshilfe die Feuerwehr Winnweiler an. In einem Recyclingbetrieb in Sembach brannten Recyclingprodukte in einer großen Lagerhalle. Die Feuerwehr Winnweiler unterstützte bei der Wasserförderung und mit weiteren Atemschutzgeräteträgern. Nachbarschaftshilfe gefragt Dass die gegenseitige Hilfe der Feuerwehren auch über die Kreisgrenzen hinaus gut funktioniert, zeigte sich auch bei einem Flächenbrand am Galgenberg zwischen Leithöfe und Höringen am 5. Juli. Der „Deutsche Wetterdienst“ hatte die höchste Waldbrandgefahrstufe ausgerufen, als auf einem gerade abgeernteten Feld ein Feuer ausbrach. Hier waren neben einem Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Rockenhausen auch die Feuerwehr Enkenbach-Alsenborn mit vor Ort. Dieser Flächenbrand war einer von sieben, zu denen die Feuerwehr Winnweiler im Jahr 2015 aufgrund der Trockenheit alarmiert wurde. Neben der B 48 zwischen Schweisweiler und der Kreisgrenze in Höhe der Kläranlage der VG Enkenbach-Alsenborn und der L 401 zwischen Standenbühl und Wartenberg-Rohrbach erwies sich die Bundesautobahn (BAB) 63 als Einsatzschwerpunkte bei Verkehrsunfällen. Zu insgesamt 14 Einsätzen musste die Stützpunktfeuerwehr auf die BAB 63 ausrücken. Einige Feuerwehreinsätze waren aufgrund ausgelöster Rauchwarnmelder in Wohnungen. In einigen Fällen war vergessenes Essen in der Küche die Ursache. Die Rauchwarnmelder schlugen Alarm. Die meisten Einsätze gingen glimpflich aus. (red)

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