Donnersbergkreis Mauerschäden, Unkraut und überschüssige Grabflächen

Die Ortsgemeinde Winnweiler wird in den nächsten Jahren erheblich in die Sanierung und Neugestaltung der Friedhöfe in den Ortsteilen Alsenbrück-Langmeil und Hochstein investieren. Die LAUB-Ingenieurgesellschaft (Kaiserslautern) hat im Gemeinderat den Zustand der beiden Friedhöfe erläutert und den Ortsvertretern Anregungen mit gegeben. Konkrete Maßnahmen haben diese zwar noch nicht beschlossen. Es bestand aber Einigkeit, dass gehandelt werden muss.
Wie Ortsbürgermeister Rudolf Jacob eingangs erläuterte, müssten Schäden an den Friedhofsmauern in Alsenbrück-Langmeil und Hochstein alsbald behoben werden. Ferner gebe es häufig Probleme mit Unkraut auf den Wegen, ein geeignetes und zulässiges Mittel zur Bekämpfung sei nicht vorhanden. Dass die Splittwege einen hohen Pflegeaufwand erfordern, bestätigten auch die Vertreter der Ingenieurgesellschaft. Deshalb müsse unter anderem ein Konzept zur Kostensenkung erarbeitet werden. Das Planungsbüro verwies zudem darauf, dass die Veränderungen in der Bestattungskultur berücksichtigt werden müssten. Durch die Zunahme an Feuerbestattungen sinke der Platzbedarf für Grabanlagen. Die dadurch frei werdende Flächen steigere den Pflegeaufwand, was wiederum hohe Kosten verursache. In diesem Zusammenhang müssten auch alternative Bestattungsformen außerhalb des Friedhofs – beispielsweise in einem Ruheforst – gesehen werden. Im Anschluss ist der Zustand der Friedhöfe im Detail erläutert worden. In Hochstein gelte es, die vorhandene Übererschließung zu reduzieren. Dazu sollten zumindest die Nebenwege in Rasenflächen zurück verwandelt werden. Bei den Seitenwegen reiche ein Schotterrasen aus, lediglich die Hauptwege sollten mit Betonpflaster ausgelegt werden, so das Planungsbüro. Aufzuwerten sei der obere Zugang: Dort soll ein zentraler Bereich neu gestaltet werden. Nach dem Bau einer Stützmauer und dem Pflastern könnte dieser Bereich landschaftlich neu angelegt werden, vorgeschlagen wird ferner das Aufstellen von Sitzbänken. Empfohlen wird weiterhin die Neugestaltung der Wasserstellen und das Aufstellen eines Komposters. Eine besondere Bedeutung wird der neuen Bepflanzung historischer Gräber zugemessen. Die Friedhofsmauer sollte laut Planung weitgehend von Efeu befreit werden, angeregt wurde eine Abdeckung mit Sandsteinplatten. Neue Grabflächen könnten im mittleren Teil des Friedhofes angelegt werden, wobei die Randbereiche naturnah zu gestalten wären. Grundlegende Veränderung sieht das Entwicklungskonzept für Alsenbrück-Langmeil vor: Im östlichen und südlichen Teil sollen Flächen für Grabanlagen ausgewiesen werden, während der westliche Friedhofsteil für Urnengräber, Urnengemeinschaftsgräber und Themengräber zur Verfügung stehen soll. Auch hier sei es notwendig, überschüssige Kapazitäten zu reduzieren. Die Hauptwege sind bereits mit Betonpflaster ausgebaut, wobei erste Ausbesserungsarbeiten erforderlich werden. Angeregt wurde, den Zugang zum Kompostplatz mittels Betonpflaster zu befestigen. Die äußeren Seitenwege könnten mit Schotterrasen befestigt werden, die Nebenwege sollten in Rasenflächen umgewandelt werden. Neu zu gestalten sind laut Planer die Wasserstellen. Hohen Sanierungsbedarf sehen sie bei der Friedhofsmauer: Diese müsste dringend verfugt werden, um weitere Beschädigungen zu verhindern. Auch diese Mauer sei vom Efeu zu befreien. Das Gelände biete sich zum Anlegen einer Blumenwiese an, so die LAUB-Vertreter. Nun ist der Gemeinderat gefordert, ein Konzept für beide Friedhöfe zu erstellen und notwendige Maßnahmen festzulegen. Die Planung werde zunächst den Ortsbeiräten in Alsenbrück-Langmeil und Hochstein vorgestellt, teilte Jacob mit. Anregungen dieser Gremien will dann der Rat prüfen und gegebenenfalls in die Planung einarbeiten lassen. Mit einer konkreten Planung wird dann auch eine detaillierte Kostenschätzung einher gehen. Sie soll Grundlage für das Beantragen von Fördermitteln sein. |llw