Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Müllgebühren 2023: Wiedergänger

Die Müllgebühren steigen.
Die Müllgebühren steigen.

Das Deponie-Thema ist ein Dauerbrenner der Donnersberger Abfallwirtschaft.

Allzu vielen tut in diesen Zeiten jeder Euro weh, der von der allgemeinen Kostenentwicklung aufgefressen wird. Da ist es nur ein geringer Trost, dass die Müllgebühr, übers Jahr gesehen, eher ein kleiner Posten ist verglichen etwa mit Mieten oder der Gasrechnung. Und es ist ein wenig kurios, dass der Gebührenzahler in diesen Zeiten Geld locker machen muss, das die Abfallwirtschaft aufs Sparbuch für den zukünftigen Nachsorgebedarf auf den Deponien legen muss. Das ist zwar eminent wichtig und darf auf keinen Fall vernachlässigt werden.

Aber dass die gesetzlichen Regelungen offenbar solche Rückstellungsbeträge auf einen Schlag einfordern, anstatt sie kontinuierlich über längere Zeiten hinweg erwirtschaften zu lassen, muss man nicht verstehen. So bleibt es beim Stolperkurs der Abfallwirtschaft mit den immer neuen Rückstellungs-Anforderungen und ihren Auswirkungen. Das Deponie-Thema bleibt ein Wiedergänger der Kreispolitik. Der Plan, eine neue Deponie auf dem Salzberg zu bauen, hat das politische Klima der 90er Jahre vergiftet. Man muss heute doppelt dankbar sein, dass sie nicht kam. Wer weiß, was das noch für den Gebührenzahler bedeutet hätte.

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