Donnersbergkreis Lohn für unermüdliche Werbung

Wie ein verletzter Kollege von einem Lkw gerettet wird, hat die Jugendfeuerwehr in einer Übung gezeigt.
Wie ein verletzter Kollege von einem Lkw gerettet wird, hat die Jugendfeuerwehr in einer Übung gezeigt.

Viele Vereine kennen heutzutage das Problem, Kinder und Jugendliche dauerhaft an sich zu binden oder sie sogar dafür zu gewinnen, ein Amt beziehungsweise eine andere Verpflichtung zu übernehmen. Umso schöner, wenn dies einer Gruppierung bereits seit einem viertel Jahrhundert gelingt – wie beispielsweise der Winnweilerer Jugendfeuerwehr, die am Samstag ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert und dabei beeindruckende Kostproben ihres Könnens gegeben hat. Bei diesem Nachwuchs braucht der „großen“ Wehr um die Zukunft nicht bange zu sein.

„Es begann alles im Jahr 1992 mit unserem Kollegen Andreas Stümpert“, erzählte der zusammen mit Selina Ritzmann für die Jugendfeuerwehr verantwortliche Michael Targosch in seiner Ansprache. Er freue sich, mittlerweile viele Kollegen bei der Erwachsenen-Wehr zu haben, die in eben dieser Jugendfeuerwehr begonnen hätten. Dank sagte Targosch den vorherigen Jugendwarten Frank Mager, Ingo Pfundstein und Michael Koslowski für ihre Vorarbeit. Targosch und Ritzmann hatten das Amt 2009 übernommen. Im Vorjahr hatten sie nur noch neun aktive Jugendliche zur Verfügung. „Wir standen vor der Entscheidung: weitermachen oder aufhören“, blickte Ritzmann zurück. Sie entschieden sich fürs Weitermachen, mittlerweile zahlt sich ihre unermüdliche Werbung an den Schulen aus: Derzeit wirken 24 Jugendliche in der Feuerwehr mit. „Natürlich gibt es immer eine hohe Fluktuation, aber wir bleiben am Ball“, gibt sich Ritzmann kämpferisch. Ortsbürgermeister Rudolf Jacob, Wehrleiter Christian Füllert und die Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Angela Scholz dankten den Führungskräften und dem Team der Jugendfeuerwehr für ihre ebenso erfolgreiche wie wichtige Arbeit. Nur auf diese Weise könne der Fortbestand des ehrenamtlichen Brandschutzes gewährleistet werden. Mit einem Tanz zu „Uptown Funk“ hatten die Jugendlichen die Gäste begrüßt. Bei einem kurzweiligen, von Julia Kötz moderierten „Feuerwehr-Quiz“ traten zwei Mannschaften gegeneinander an. Natürlich wurde dabei auch nach der Telefonnummer der Feuerwehr gefragt: die berühmte 112. Doch auch die Antwort, die einer der Jugendlichen in den Übungsstunden gegeben hatte, war nicht verkehrt: 5040 – so lautet nämlich die Nummer der Feuerwache. Auch nach der Bedeutung des Feuerwehrsymbols wurde gefragt. Die korrekte Antwort: Retten, Löschen, Schützen, Bergen. Bei einer Übung haben die Nachwuchsfeuerwehrler anschaulich einen Unfall simuliert. Von einem Lkw musste ein verletzter Kollege gerettet und eine mögliche Brandstelle vorsorglich eingeschäumt werden. Für eine grandiose Show sorgte in der gut gefüllten Halle des Feuerwehrhauses die „US Army Europe Band & Chorus“. Die begeisterten Zuschauer tanzten, sangen oder klatschten mit und ließen sich von der tollen Stimmung der Sänger und Musiker anstecken. „Uptown Funk“, „I will wait“ oder „I wanna dance with somebody“ wurden großartig dargeboten, sowohl stimmlich als auch hinsichtlich der Bühnenpräsenz. Ein musikalisches Feuerwerk zum Abschluss des rundum gelungenen Jubiläumsfestes.

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