Donnersbergkreis Liederkranz feiert 160-jähriges Bestehen
160 Jahre Liederkranz Bubenheim – das berechtigt zur Würdigung des Chorgesanges und zur Ehrung altgedienter Sänger in Verbindung mit einem anspruchsvollen Programm. Vorsitzender Oliver Deibel stellte, nicht ohne Stolz, vier der fünf Chorformationen seines Liederkranzes vor – lediglich der Kinderchor fehlte. Gemeinsam mit Chören aus Asselheim und Steinbach servierten sie dem begeisterungsfähigen Publikum einen hochklassigen Liederabend.
„Was keiner wagt – das sollt ihr wagen“, forderte der gemischte Chor des Liederkranzes, als er das Programm eröffnete und feststellte: „Das Lieben bringt groß Freud“. Große Freude hat sicherlich auch Walter Seyb empfunden, der für 70 Jahre aktives Singen von Karla Kronenberger vom Kreischorverband Nordpfalz namens des deutschen Sängerbundes geehrt wurde. Für 50 Jahre wurde Gerold Egelhofer die Ehre zuteil. Für seine 50-jährige Arbeit im Verein wurde Armin Setzer zum Ehrenmitglied ernannt. Musik sei die gemeinsame Sprache der Menschheit, sagte Kronenberger. Vielen Menschen sei der Gesang zum unverzichtbaren Lebenselixier geworden. Das Ehrenamt in den Vereinen sei ein tragbares Fundament für den Fortbestand und die Funktionsfähigkeit der Vereine. Insgesamt 17 erste Vorsitzende sowie elf Dirigenten und Dirigentinnen haben den Bubenheimer Chorgesang in die Gegenwart gerettet. „Ein ehrenwertes Haus“ nach dem Udo-Jürgens-Hit war der Titel, den der Männerchor unter Jürgen Knecht vortrug. Der MGV Steinbach schwärmte von den Bergen und vom Urlaub mit „Sonntagmorgen in den Bergen“ und „Mach mal Urlaub“. Alexandra Deibel zeichnete mit ihrem Chor für das geistige Auge ein bewundernswertes Bild von den „Wundern dieser Welt“ und den zwei Sternen, die heller leuchten als der Mond. Die „Friends of Music“ und „Phonation“, eine Formation mit fast 30 Jugendlichen des Liederkranzes, hatten es leicht, mit jungen frischen Stimmen die Herzen der Zuhörer zu erobern. Alexandra Deibel gelang es, aus den Titeln „The rhythm of life“ und „You raise me up“ kleine Kunstwerke zu formen. Der Gesangverein Asselheim hatte sich für diesen Abend mit dem Chor aus Hertlingshausen zusammengetan und besang unter anderem die lustigen Tage, den roten Mohn und die Sonne, die immer wieder aufgeht. „Mit Musik geht alles besser“, verkündete Marina Ciepieniak mit ihrer Chorgemeinschaft danach. Den Song „Du baust mich auf“ nutzte die Chorgemeinschaft als Überleitung zu einem Medley beliebter Schlager. Der zweite Teil des Programms wurde von den Chören des Liederkranzes gestaltet. Kreischorleiterin Alexandra Deibel zeichnete Tanja Grauther für zehn Jahre Singen im Kinder- und Jugendchor aus. „Nothing’s gonna change my love for you“ und das einschmeichelnde „Let it go“ mit dem abrupten Schluss brachten die „Friends of Music“ zu Gehör und versprachen „Hinterm Horizont geht’s weiter“, auch wenn „Ein graues Haar“ an das Älterwerden erinnert. Der Männerchor erinnerte sich „Ich liebte einst ein Mädchen“, was sicherlich in einer Zeit stattfand, als ihnen noch nicht die „Woi-Nas“ im Gesicht stand. Wobei man bei der Pfälzer Nase nie genau weiß, ob sie rot, lila oder blau ist. Es steht aber fest, dass sie nicht vom Wassertrinken kommt. Der gemischte Chor glaubt an die Wunder, die es immer wieder gibt und die heute oder morgen geschehen können. Beim Liederkranz ging ein Abend zu Ende, der keine Wünsche an das bunte Programm offen ließ.