Donnersbergkreis Landratswahl: Guth in allen Verbandsgemeinden vorn

Der Stimmzettel der Landratswahl.
Der Stimmzettel der Landratswahl.

Der Amtsinhaber lässt nichts anbrennen. 1324 Stimmzettel sind ungültig.

Der Favorit hat sich durchgesetzt und musste zu keiner Zeit zittern: Mit 51,9 Prozent ist Rainer Guth am Sonntag erneut zum Landrat des Donnersbergkreises gewählt worden. In allen fünf Verbandsgemeinden hatte der 55-jährige Eisenberger dabei die Nase vorn, Haupt-Konkurrentin Jaqueline Rauschkolb (SPD) wurde ihm nie ernsthaft gefährlich. Das Zünglein an der Waage in Richtung Stichwahl hätte aber Politik-Neuling Alex Raab werden können. Er überraschte mit 17,2 Prozent. Sein Ergebnis war in fast allen Gemeinden des Donnersbergkreises zweistellig; in seinem Wohnort Würzweiler ließ er sogar die beiden Profis hinter sich und holte sich den Sieg. So unerwartet wie sein Ergebnis, so unvermittelt war Raab im Herbst auch auf der Bühne der Landratskandidaten aufgetaucht und hatte sich nominieren lassen. Anlass für ihn sei gewesen, dass er als Bürger und Wähler mit beiden Kandidaten nicht einverstanden gewesen sei, sagte er damals. Ob er damit nun eher Guth oder Rauschkolb Stimmen kostete – das bleibt Spekulation.

Rauschkolb gewinnt keine VG

Sein bestes Ergebnis fuhr Sieger Guth in der Verbandsgemeinde Göllheim ein – 54,6 Prozent der Stimmen. In der VG Nordpfälzer Land dagegen kam er gerade mal auf 47,5 Prozent. Jaqueline Rauschkolb gewann keine einzige VG, schaffte aber in Eisenberg 35 Prozent; in Winnweiler stimmten dagegen nur 27,7 Prozent für die SPD-Kandidatin und Landtagsabgeordnete. Alex Raab erreichte in den Gemeinden im Nordpfälzer Land sein bestes Resultat – 20,4 Prozent, in Eisenberg dagegen nur 13,4.

Die Wahlbeteiligung lag mit 78,5 Prozent deutlich höher als bei der Landratswahl vor acht Jahren (knapp 43 Prozent), was damit zusammenhängt, dass die Bundestagswahl gleichzeitig stattfand. Dennoch waren von den 46.543 Wahlzetteln, die im Donnersbergkreis abgegeben wurden, ganze 1324 Zettel ungültig. Das sind 2,8 Prozent.

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