Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Landesligist TuS Steinbach trennt sich von Trainer Christoph Heinrich

Christoph Heinrich ist enttäuscht von der Entscheidung des Vereins.
Christoph Heinrich ist enttäuscht von der Entscheidung des Vereins.

Paukenschlag beim TuS Steinbach. Nach nur vier Saisonspielen hat der Fußball-Landesligist Trainer Christoph Heinrich von seiner Funktion entbunden. Aus sportlichen Gründen, so der Klub. Heinrich kann die Entscheidung nicht nachvollziehen.

„Christoph Heinrich hat in den eineinhalb Jahren sehr gute Arbeit gemacht. Er war in der Kaderplanung sehr rührig. Menschlich gibt es gar nichts an ihm auszusetzen, wir haben ihm einiges zu verdanken“, sagt Markus Buhl-Bohlander, der Vorsitzende des TuS, der dem Trainer am Dienstagabend nach dem Training die bittere Nachricht überbrachte: „Leider haben die Ergebnisse nicht gestimmt und wir wussten im Führungsgremium des Verein nicht, ob das noch besser wird. Deshalb haben wir nun die Reißleine gezogen.“ Buhl-Bohlander sagte weiter: „Er hat unsere Entscheidung sehr emotional aufgefasst. Für mich das sehr schwierig, ihm diese Nachricht zu überbringen.“

Der TuS Steinbach war unter Heinrich in der vergangenen Saison als Verbandsliga-Aufsteiger wieder in die Landesliga abgestiegen. In den ersten vier Spielen der neuen Spielzeit in der Landesliga holte das Team nur vier Punkte.

Während des Trainings über Entlassung informiert

Heinrich sagte gegenüber unserer Zeitung: „Ich habe am Dienstag noch das Training vorbereitet und geleitet, bis ich während des Trainings zu einem kurzen persönlichen Gespräch gebeten wurde. Dabei wurde mir mitgeteilt, dass ich aus sportlichen Gründen entlassen wurde. Die Entscheidung kam für mich sehr überraschend. Demnach bin ich enttäuscht und schockiert zugleich.“ Heinrich fügte an: „Im Winter haben wir meinen Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert. Nach dem letzten Spiel der Verbandsligasaison habe ich in mehreren persönlichen Gesprächen mein Amt zur Verfügung gestellt. Dabei wurde mir glaubhaft signalisiert, dass sie den eingeschlagenen Weg mit mir unbedingt fortsetzen wollen, auch wenn es eine schwierige Saison in der Landesliga werden würde.“

Also habe er weitergemacht: „Da ich keiner bin, der wegläuft, habe ich unter anderem ein Angebot aus der Landesliga Ost sowie der Jugend-Regionalliga abgelehnt und auf mein Herz gehört, den Verein in seinen Vorhaben zu unterstützen. Jetzt nach vier Spieltagen abrupt die Reißleine zu ziehen, entspricht nicht meiner Vorstellung von vertrauensvoller und kontinuierlicher Zusammenarbeit. Ich muss die Entscheidung akzeptieren, aber nachvollziehen kann ich sie nicht. Zumal es kein Vorgespräch, keine Analyse mit mir gab und erst wenige Spiele gespielt sind.“

Daniel Ghoul übernimmt interimsweise

Er betonte: „In meiner Zeit habe ich mein gesamtes Netzwerk zur Verfügung gestellt und Aufgaben übernehmen müssen, die außerhalb meines Bereichs lagen. Ich glaube, dass ich viel Positives bewirkt habe, wenn auch die Punkteausbeute für manche nicht genug war. Die zahlreichen Nachrichten aus dem Umfeld lassen mich trotzdem positiv in die Zukunft blicken.“ Co-Trainer Daniel Ghoul wird die Mannschaft interimsmäßig in die kommenden Partien führen.

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