Donnersbergkreis Kultur kompakt: Bierbrau-Tradition in Winnweiler Thema

Für Februar 1642 ist erstmals kommerzielles Bierbrauen in der Braueinrichtung des falkensteinischen Schlosses in Winnweiler nachgewiesen. Der Küfermeister und „Biersyder“ Hans Michel aus Alsenbrück, der damals hier braute, war im 17. Jahrhundert über Jahrzehnte als Brauer tätig. Vermutlich gehen auf seine Tätigkeit auch der alte Bierkeller im Alsenbrücker Leisbühl und der Name der dort benachbarten Flur „Hopfengarten“ zurück. Das 500. Jubiläum des Reinheitsgebotes, das 150-jährige Bestehen der Brauerei Bischoff – beides im letzten Jahr – sowie 2017 das 375. Jubiläum des ersten Braunachweises für Winnweiler sind für das Museum der Anlass zu einem Lichtbildervortrag am Mittwoch, 22. Februar, um 19.30 Uhr im Museum. Dabei geht es um „Die Brauereien im alten Winnweiler“. Es waren immerhin an sieben Standorten zwölf Brauereien, die seit dem 17. Jahrhundert hier tätig waren. Bierniederlagen und Mälzereien kommen noch dazu. Sieht man von dem letztes Jahr aus der Taufe gehobenen, hobbymäßig gebrauten „Schnorresbier“ einmal ab, so ist es heute nur noch die Brauerei Bischoff, die diese jahrhundertealte Brautradition im Ort aufrecht hält. Referent ist Werner Rasche. Der Eintritt ist frei. Bei Interesse können die Besucher an diesem Abend – soweit der Vorrat reicht – zum Selbstkostenpreis eine 20-seitige Schrift zum Thema, mit vielen – teils farbigen – Abbildungen erwerben. Die Schrift ist im Eigenverlag des Museums in einer neuen Schriftenreihe erschienen, die allerdings nicht abonniert oder zugestellt, sondern nur im Rahmen von Museumsbesuchen erworben werden kann. Am Sonntag, 17 Uhr, gastiert das „Orchester der Gesellschaft der Musikfreunde Bad Soden“ zum 20. Mal im Paul-Schneider-Gymnasium in Meisenheim. Dazu wird ein sehr attraktives Programm geboten: ein Divertimento von Mozart, die Unvollendete von Schubert und das Violinkonzert von Tschaikowsky. Kartenreservierung unter Tel. 06753 2207. Studenten und Jugendliche sind frei. |red